Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung

Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung ist eine bedarfsabhängige Leistung für diejenigen, die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt sind. Auch Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind, können Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten.

Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es vor allem, eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen, zu mildern oder den Menschen mit Behinderung die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern.

Leistungen der Eingliederungshilfe sind insbesondere:

  • Medizinische Rehabilitation
  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Leistungen in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung
  • Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft
  • Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung
  • Hilfe zur schulischen Ausbildung
  • Hilfe zur Ausbildung für eine sonstige angemessene Tätigkeit
  • Hilfen in Beschäftigungsstätten, die mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung vergleichbar sind
  • nachgehende Hilfe zur Sicherung der Wirksamkeit ärztlicher Leistungen und der Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben

Leistungen der Eingliederungshilfe können durch das Amt für Soziales nur dann bewilligt werden, wenn kein anderer Sozialleistungsträger vorrangig zuständig ist.

Für viele Leistungen der Eingliederungshilfe ist zu prüfen, ob und inwieweit das Einkommen und Vermögen einzusetzen ist.

Fallmanagement in der Eingliederungshilfe

Das Amt für Soziales wendet die Arbeitsmethode des „Fallmanagements“ an. Dabei wird die Eingliederungshilfe für den Menschen mit Behinderung sowohl über einen definierten Zeitraum als auch in Absprache mit den bestehenden Einrichtungen, Dienstleistungen und Ämtern bedarfsgerecht geplant, umgesetzt, überwacht und ausgewertet. Zentrales Element des Fallmanagements ist eine intensive persönliche Kommunikation aller am Leistungsfall Beteiligten.

Zur Sicherstellung des Konzeptes eines integrierten Eingliederungshilfe-Verfahrens haben die Fallmanager/innen eine Gesamtverantwortung für den jeweiligen Einzelfall. Das heißt, sie haben neben der Verantwortung für die Leistungen der Eingliederungshilfe, auch die Verantwortung für die Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt bzw. Grundsicherung und für die Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII sowie für die Gewährung von Leistungen nach dem Landespflegegeldgesetz, soweit diesbezüglich ein paralleler Rechtsanspruch von Menschen mit Behinderung besteht.