Vaterschaftsanerkennung

Wann und wo kann die Vaterschaft anerkannt werden?

Sie haben die Möglichkeit auch vor der Geburt Ihres Kindes die Vaterschaft hier im Standesamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin anzuerkennen, sofern einer von Ihnen seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Bezirk Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg hat.

Wer muss persönlich erscheinen?

Es ist die persönliche Vorsprache beider Elternteile notwendig, da auch die Zustimmung zur Vaterschaftsanerkennung durch die Mutter erforderlich ist. Eine Bevollmächtigung ist nicht möglich.

Voraussetzung

Mitzubringen sind jeweils Ihre Personalausweise bzw. Reisepässe und Wohnsitz-Anmeldebestätigung, der Mutterpass und Ihre Geburtsurkunden im Original. Sollte einer von Ihnen bereits verheiratet gewesen sein, sind zusätzlich die Eheurkunde und das rechtskräftige Scheidungsurteil jeweils im Original zusätzlich vorzulegen. Ist eine Scheidung anhängig wird eine Bestätigung vom Amtsgericht benötigt, aus der auch das Aktenzeichen der Scheidung ersichtlich ist.

Fallen Gebühren an?

Die Gebühr für eine Vaterschaftsanerkennung beträgt 30,00 Euro und ist unbar mittels girocard (ehemals EC-Karte) zu begleichen.

Wann und wo ist eine vorgeburtliche Vaterschaftsanerkennung möglich?

Neben den regulären Öffnungszeiten zu denen Sie ohne Termin in der 4. Etage des Standesamtes vorsprechen können, besteht in begrenztem Umfang die Möglichkeit eine Terminvereinbarung vorzunehmen.

Hinweis: Online-Termine werden nur 6 Wochen im Voraus zur Verfügung gestellt. Tage die terminmäßig ausgebucht sind, werden systemseitig rot hinterlegt dargestellt.

Sorgerechtserklärung

Mit Geburt eines Kindes hat eine unverheiratete Mutter das alleinige Sorgerecht. Durch Erklärung beim Jugendamt, einem Notar oder durch Eheschließung lässt sich das Sorgerecht zur Hälfte auf den Vater des Kindes übertragen.
Bitte beachten Sie, dass auch das gemeinsame Sorgerecht vorgeburtlich vereinbart werden kann.
Die Abgabe einer Erklärung zum Sorgerecht ist beim Standesamt nicht möglich.

Was ist noch zu beachten?

Vorzulegende Unterlagen die nicht in deutscher Sprache ausgestellt wurden sind im Original und einer vom einer/m beeidigten Übersetzer(in) in Deutschland gefertigten Übersetzung in die deutsche Sprache vorzulegen. Die zugelassenen Übersetzer(innen) sind verzeichnet unter Gerichtsdolmetscherverzeichnis
Sollte ein Elternteil nicht der deutschen Sprache mächtig sein, ist bei Vorsprache im Standesamt ein(e) Dolmetscher(in) mitzubringen.
Anfallenden Kosten für Übersetzungs- und Dolmetschertätigkeiten sind durch die Antragsteller zu begleichen.