Friedrichshain-Kreuzberg veranstaltet Themenabend zu biologischer Vielfalt in den Bezirken

Pressemitteilung Nr. 17 vom 01.02.2018

Wie kann die Verwaltung biologische Vielfalt fördern? Welche Projekte haben in anderen Bezirken bereits gut funktioniert? Welche Mittel stehen zur Verfügung, um Biodiversitätsprojekte voran zu bringen? Diese Fragen wurden am Mittwochabend beim Themenabend „Biologische Vielfalt in den Bezirken“ diskutiert. Friedrichshain-Kreuzbergs Umweltstadträtin Clara Herrmann hatte Interessierte aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zum Austausch und zur Vernetzung eingeladen.

„Mit der Unterzeichnung der Deklaration zum Erhalt der biologischen Vielfalt hat sich das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg bereits im Vorjahr verpflichtet, Biodiversität zu schützen und zu stärken. Gerade auch in unserem dicht besiedelten Bezirk finden wir vielfältige Habitate und Rückzugsräume für unterschiedliche Arten, die es zu verteidigen gilt. Nun geht es darum, diese Deklaration weiter mit Leben zu füllen und gezielt Projekte und Maßnahmen umzusetzen. Hier können wir als Bezirk wunderbar von anderen lernen und von deren Erfahrungen profitieren“, erklärte Umweltstadträtin Clara Herrmann.

Die Veranstaltung eröffnete Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Er erklärte: „2018 sollte das Jahr werden, in dem das Thema biologische Vielfalt in Berlin wieder neuen Schwung bekommt. Mit verschiedenen Projekten und Aktionsprogrammen werden wir dieses Jahr viel dafür tun, die Biodiversität in der Stadt zu fördern. Der neue Doppelhaushalt legt dafür eine gute Grundlage. Statt zu ‘sparen, bis es quietscht’, wollen wir ‘investieren, bis es blüht’.“

Seit Sommer 2017 ist Friedrichshain-Kreuzberg Mitglied im Bündnis „Kommunen für Biologische Vielfalt“ (Kommbio). Hiermit wurden der Erhalt und die Förderung der Biodiversität offiziell in den Fokus des Verwaltungshandelns gestellt. Urbane Grünflächen wie Parks, Gärten, Gewässer, Stadtwälder oder Brachflächen mit ihrer Vielfalt an Nutzungsarten und -intensitäten bergen unterschiedlichste Lebensräume und somit gute Voraussetzungen für großen Artenreichtum. Außerdem tragen sie zur Lebensqualität der Menschen bei und ermöglichen wertvolle Naturerfahrungen im unmittelbaren Arbeits- und Wohnumfeld, auch in der Stadt. Jede neue Straße und Stadtentwicklungsmaßnahme hat direkte Auswirkungen auf Boden, Vegetation und Mikroklima.

In vier Arbeitsgruppen mit mehr als acht Kurzvorträgen diskutierten die Teilnehmer*innen unter anderem zu Wildbienen, Amphibien, grüner Nachnutzung von Friedhöfen und Erfahrungen von anderen Kommunen. Mit mehr als 80 Teilnehmenden aus verschiedensten Bereichen war der Themenabend auf große Resonanz gestoßen und ein voller Erfolg.

Ansprechpartnerin
Sara Lühmann
Pressesprecherin

Telefon: (030) 90298 2843

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