Bunkerberge im Volkspark Friedrichshain: Schutz-, Pflege- und Entwicklungskonzept wird umgesetzt

Pressemitteilung Nr. 14 vom 28.01.2018

Für die Bunkerberge im Volkspark Friedrichshain wurde 2013 ein Schutz-, Pflege- und Entwicklungskonzept erstellt, nachdem zuvor wegen standsicherheitsgefährdeter Bäume einige Bereiche der aus Trümmerschutt entstandenen Parklandschaft gesperrt werden mussten und somit den Erholungssuchenden nicht mehr zur Verfügung standen.

Das Konzept sieht für die Bunkerberge eine gelenkte Vegetationsentwicklung in Richtung naturnaher waldartiger Eichen-Hainbuchenbestände, Ahorn-Eschenmischbestände sowie Winterlinden-Hainbuchenbestände vor. Im Sinne der vom Bezirksamt unterstützten Deklaration “Biologische Vielfalt in Kommunen” werden für die Neupflanzungen überwiegend gebietsheimische Pflanzen verwendet. Weitere Maßnahmen umfassen Hangsicherungen, Wegeneugestaltungen und Mauersanierungen, wobei die Umgestaltung unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher und grünanlagenspezifischer Anforderungen erfolgt.

Nach Rücksprache mit der beauftragten Firma beginnt das Straßen- und Grünflächenamt mit den baulichen Maßnahmen am Nord- und Nordosthang des Großen Bunkerberges (1. Bauabschnitt) voraussichtlich am 5. Februar. Das Umwelt- und Naturschutzamt beteiligt sich an der ökologischen Umgestaltung. Der derzeitige Zustand des Gehölzbestandes sowie die künftige Vegetationsentwicklung machen die Fällung einiger Bäume erforderlich. Dabei werden vor allem tote, abgängige und gebietsfremde Bäume entfernt.
Der hohe Nutzungsdruck und der Zahn der Zeit erfordern zudem, dass einige Hanglagen gesichert und stabilisiert werden müssen. Entsprechend der Örtlichkeiten kommen verschiedene Bauweisen der Hangsicherung zur Ausführung.

Die Maßnahmen zur Umsetzung des Schutz-, Pflege- und Entwicklungskonzeptes für den großen und kleinen Bunkerberg werden in den kommenden Jahren in mehreren Bauabschnitten umgesetzt. Dazu wird es erforderlich sein, Teilbereiche während der Bauzeit und darüber hinaus abzusperren, um den Neupflanzungen eine Entwicklungsmöglichkeit zu geben. Die Parkwege dagegen sollen möglichst offen gehalten und nur bei aufwendigen Arbeiten und zum Unfallschutz kurzzeitig geschlossen werden.

Mit diesen Maßnahmen soll für alle Besucherinnen und Besucher des Volksparks Friedrichshain und nachfolgenden Generationen ein naturnaher Erholungsraum erhalten und entwickelt werden.

Das Umwelt- und Naturschutzamt arbeitet wie schon bei der Erstellung des Entwicklungskonzeptes auch bei der Umsetzung eng mit dem Naturschutzbund Friedrichshain-Kreuzberg (NABU) zusammen.

„Der Bezirk verbindet mit der Umsetzung der Maßnahmen Grünanlagengestaltung mit Aspekten des Naturschutzes. So stärken wir den Volkspark Friedrichshain als grüne Oase für Mensch und Tier. Gerade auch in unserem dichtbesiedelten Bezirk finden wir vielfältige Habitate und Rückzugsräume für unterschiedliche Arten, die wir durch solche Maßnahmen schützen und ausbauen.“, sagt Umweltstadträtin Clara Herrmann.

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Ansprechpartnerin
Clara Herrmann
Umweltstadträtin