Endlich Baubeginn von Radstreifen in Skalitzer- und Gitschiner Straße – zwischen Kottbusser Tor und Lindenstraße/ Zossener Brücke

Pressemitteilung Nr. 114 vom 30.09.2016

Baustadtrat Hans Panhoff teilt mit: „Nach 13 Jahren seit dem Beschluss, auf dieser Strecke Radstreifen in beide Richtungen anzulegen, wird nun endlich mit dem Bau begonnen. Immer wieder tauchten Hindernisse auf, von Schwierigkeiten bei der Planung, fehlenden Mitteln, Probleme mit der Sanierung der Hochbahn und fehlender Anordnungen durch die Verkehrslenkung Berlin. Wir werden jetzt als Bezirk die Baustelle selbst anordnen und ab Oktober 2016 mit den Baumaßnahmen beginnen.“

Die Schaffung der Anlagen von Fahrradschutzstreifen in der Skalitzer- und Gitschiner Straße zwischen Kottbusser Tor und Lindenstraße/Zossener Brücke wird in 4 Bauabschnitten erfolgen:

1. Bauabschnitt: Zwischen Kottbusser Tor und Böcklerstraße
2. Bauabschnitt: Zwischen Böcklerstraße und Prinzenstraße
3. Bauabschnitt: Zwischen Prinzenstraße und Alexandrinenstraße
4. Bauabschnitt: Zwischen Alexandrinenstraße und Lindenstraße / Zossener Brücke

Begonnen wird mit dem 1. Bauabschnitt. In den anderen Abschnitten müssen zuvor die Berliner Wasserbetriebe bzw. die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg ihre Leitungen erneuern. Voraussichtliche Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist der August 2018.

Die Neubaumaßnahme umfasst eine grundlegende Neuorganisation des Verkehrsraumes. Die vorhandene Parkspur auf beiden Seiten der Gitschiner Straße – Skalitzer Straße wird aufgelöst und stattdessen wird dort der Schutzstreifen für die Radfahrenden angelegt. Als Ersatz für die Parkspur werden Parkplätze unterhalb des Viaduktes der U1 angelegt. Da die gesamte Mittelinsel aufgrund von Anprallschutzmaßnahmen für die Pfeiler des Viaduktes beidseitig im Mittel um 1,10 m verbreitert werden soll, wird unter dem Viadukt mittig ein Fahrsteifen gebaut, der als Zufahrt für die dortigen Parkplätze dient. Insgesamt entfallen ca. 300 Parkplätze auf der Parkspur. Dafür werden auf dem Mittelstreifen 152 Parkplätze geschaffen. Für den Kfz-Verkehr bleiben zwei Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn erhalten.

Die Strecke Gitschiner Straße – Skalitzer Straße zwischen Lindenstraße / Zossener Brücke und Kottbusser Tor ist für den Radverkehr aktuell ein problematischer Bereich. Neben fehlenden Radwegeeinrichtungen auf dem Streckenzug gehören die Kreuzungen mit Ampeln zu den Unfallschwerpunkten.
Der Straßenzug nimmt einen großen Teil des Ost-West-Verkehrs im zentralen Teil Berlins auf und hat nicht nur einen hohen Radfahrer-, sondern auch einen hohen Schwerverkehrsanteil. Zusätzlich gibt es darüber hinaus einen zum Teil engen Straßenraum mit vielen Querungsmöglichkeiten, Parkvorgängen und kurzen Rückstauräumen z.B. an der Prinzenstraße. Das alles sind Faktoren, die das Nebeneinander von Radfahrern und Autofahrern auf den rechten Fahrstreifen bisher problematisch machen. Gerade besonders gefährdete Fahrradfahrenden wie z.B. ältere Menschen, ungeübte Fahrradfahrende oder auch ungeduldige die sich am sich stauenden Autoverkehr vorbeischlängeln wollen, weichen deshalb in diesem Bereich häufig auf den Gehweg aus, was wiederum zu neuen Konflikten führt. Dies wird in Zukunft vermieden.

Während der Baumaßnahme kann es zeitweilig zu Einschränkungen im fließenden Verkehr kommen, wofür wir um Verständnis bei allen Betroffenen werben.

Rückfragen an:
BA Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Abt. Planen, Bauen und Umwelt
Bezirksstadtrat Hans Panhoff
Tel. (030) 90298 3260