Öffentliche Übergabe eines Erinnerungszeichens für die Opfer der Sturmabteilung der NSDAP (SA) im Gutschow-Keller am Donnerstag, den 30. Januar 2014 um 16.30 Uhr

Pressemitteilung vom 23.01.2014

Von März bis Mai 1933 richtete die SA in der Friedrichstraße 234 eines der ersten Konzentrationslager Berlins ein. Die Brüder Hermann und Paul Gutschow, Lebensmittelhändler und Besitzer des auf der anderen Straßenseite gelegenen Hauses Friedrichstraße 17 hatten der SA Kellerräume im 2. Hof des im Krieg zerstörten Gebäudes Friedrichstraße 234 zur Verfügung gestellt. Hunderte Gewerkschafter, Sozialdemokraten, Kommunisten und Juden wurden dort gefangen gehalten und gefoltert. Mehrere Opfer überlebten die Misshandlungen nicht.

Anlässlich des 81. Jahrestags der Machtübergabe an die Nationalsozialisten wird dort gemäß eines Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg ein Erinnerungszeichen angebracht.

Eine Kooperation des Friedrichshain-Kreuzberg Museums mit dem Aktiven Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

Es sprechen:
Knut Mildner-Spindler, Bezirksstadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg für Soziales, Beschäftigung und Bürgerdienste
Christine Kühnl-Sager, Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
Katinka Krause, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Verkehrsanbindung: U6 Kochstraße oder Hallesches Tor Bus 248 Franz-Klühs-Straße oder Jüdisches Museum

Kontakt:
FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Martin Düspohl und Christiana Hoppe
Adalbertstr. 95A
10999 Berlin
Tel. 49-30-5058-5233
Fax 49-30-5058-5258