20 Jahre KLANGWERKSTATT - FESTIVAL FÜR NEUE MUSIK

Pressemitteilung vom 06.11.2009

KÜNSTLERHAUS BETHANIEN STUDIO 1
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Das Festival wird am Sonnabend, dem 7.11.2009, um 16.00 Uhr , durch Frau Klebba, Bezirksstadträtin für Kultur, und dem gemeinsamen Konzert der beiden Jugendensembles der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg „multiphon“ und „Progress“ eröffnet.

Am 7. und 8. November findet die Berliner „Klangwerkstatt – Festival für Neue Musik“ zum 20. Mal statt und ist somit das älteste durchgängig existierende Festival für Neue Musik in Berlin und sogar eines der ältesten in Europa. Aus diesem besonderen Anlass wird es Experimente mit der Form und natürlich einen Rückblick geben.
Die Klangwerkstatt wird vom Klangwerkstatt-Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg veranstaltet, gefördert durch die Initiative Neue Musik Berlin (INM), mit Unterstützung des Studio der HfM Hanns Eisler und der Musikschule Marzahn-Hellersdorf.

Geschichte der Klangwerkstatt
Das Festival wurde 1989 unter dem Namen „Klangwerkstatt-Neue Musik in Kreuzberg“ gegründet. Es verstand sich zunächst als Plattform für die Aktivitäten der Musikschule im Bereich der Neuen Musik. Die zunehmende Zahl der an der Schule unterrichtenden spezialisierten Interpreten und Komponisten präsentierten eigene Werke und mit Schülergruppen erarbeitete Kompositionen. Im Laufe der Jahre entstand durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit vielen Berliner Komponisten, Ensembles und Institutionen ein Festival, das sich um die Vermittlung Neuer Musik im Jugendbereich bemüht.
Trotz finanzieller Einschnitte der Förderungen ist es gelungen, das Festival in fast unverminderter Größe u.a. mit 20 Uraufführungen zu planen und durchzuführen. Weit über 50 direkt beteiligte Musiker/innen in je fünf professionellen und Jugendensembles, sowie zahlreiche Komponisten haben dieses Jubiläumsprogramm mit ihrem Idealismus und ihrem Engagement möglich gemacht.

Programm der Klangwerkstatt 2009
Um 20.30 Uhr spielt das renommierte “ensemble mosaik“. U.a. erklingen Uraufführungen von Wolfgang Heiniger für Instrumente und sieben selbstspielende Trommeln und. „Fremdarbeit“ von Johannes Keidler, das in seiner innersten Struktur mit der Globalisierung in all seiner Fragwürdigkeit ernst macht, in dem es sich die Arbeit eines chinesischen Auftragskomponisten für Gebrauchsmusik und eines indischen Computerprogrammierers zunutze macht und sich selbst plagiiert.
Der zweite Festivaltag am 8.11. beginnt um 16.00 Uhr mit einer Uraufführung von Juliane Klein. Die musiktheatererfahrene Komponistin wird ein raumbezogenes Stück für 12 Akkordeonschüler entwickeln. Um 17.00 Uhr empfängt die Klangwerkstatt erstmals das Jugendorchester der Musikschule Marzahn unter der Leitung von Jobst Liebrecht. Neben Werken von Francesco Filidei und Bernd Redmann soll die „Symphonie 3.0.“ für 6 Autohupen von Moritz Eggert aufgeführt werden. Höhepunkt die Realisation einer orchestralen Version von „In C“ von Terry Riley. Im Anschluss daran spielt das „Ensemble XelmYa“ Uraufführungen von Werken für Blockflöte, Violine und Cello.
Um 19.00 Uhr gibt es die Uraufführung eines Trios von Helmut Oehring, interpretiert von Susanne Stock (Akkordeon), Daniel Göritz (E-Gitarre) und Matthias Bauer (Kontrabass). Den Abschluss des Festivals bildet ein Konzert des Ensembles „Junge Musik“ unter der Leitung von Helmut Zapf.

Specials – Zwischenspiele
Durch das Programm am Samstag, 7.11. wird der Schlagzeuger Matthias Engler immer wieder kurze Solokonzerte geben. Nach dem gleichen Prinzip ist am Sonntag die Geigerin Susanne Zapf zwischen den Konzerten zu hören. Ein Gruppen-Zwischenspiel bildet der finnische Akkordeonist Timo Kinnunen zusammen mit Daniel Göritz (E-Gitarre) und Matthias Bauer (Kontrabass). In amüsanten Improvisationen über ein bulgarisches Volkslied, über Tango und über Musik von Purcell grätschen sie am Sonntag immer wieder in den Konzertverlauf. Die Solokonzerte und auch einzelne Programmpunkte innerhalb der Konzertprogramme sind Unterbrechungen, die im Gesamtablauf sowohl kommentierende, als auch ergänzende Funktion haben.

Nachfragen sind möglich unter Tel. 90298 – 2261 (Büro der Bezirksstadträtin für Finanzen, Kultur, Bildung und Sport, Frau Klebba) oder in der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg, Tel. 90298 – 1439 (Frau Philippi).