Bethanien

Pressemitteilung vom 28.11.2008

Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg hat am 27. Februar 2008 beschlossen, dass das Bethanien in Zukunft auf dem Prinzip einer kostentragenden Miete bewirtschaftet werden soll. Der zukünftige Mietpreis für alle Mieter des Hauses bewegt sich im unteren Bereich der – ohnehin vergleichsweise niedrigen – Gewerbemieten für Berlin (Mietspiegel IHK 2008).

Die seit Juni 2005 vertraglich nicht geregelte Nutzung der 1.und 2. Etage des Südflügels durch die ehemaligen Bewohner der Yorckstraße 59 soll mit der angestrebten neuen Bewirtschaftungsform in ein legales Mietverhältnis überführt werden. Die Nutzer der beiden Etagen haben sich im Verein Druschba e.V. organisiert. Mit Vertretern des Vereins gibt es seit Juni 2008 Mietvertragsverhandlungen.

Der ursprünglich vom Bezirksamt angebotene Mietvertrag wurde im Laufe der Verhandlungen geändert. So konnten in einem ersten Schritt die Betriebskosten reduziert werden. In der aktuellen Vertragsfassung ist, wie von den Nutzern gewünscht, festgehalten, dass der Verein die Instandhaltung in seinen Räumen in eigener Regie durchführt. Maßnahmen an etagenübergreifender Haustechnik sowie an „Dach und Fach“ bleiben in der Verantwortung des Vermieters. Darüber hinaus können die Übertragungskosten, die ggf. durch die neue Bewirtschaftung entstehen durch eine Bürgschaft o.ä. hinterlegt werden. Insgesamt gelang es, die Miete für den Verein Druschba um ca. 11 % zu reduzieren.

Um der Zahlungskraft des Vereins gerecht zu werden, hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg auch einen Vertrag über die 2. und 3. Etage des Südflügels (bei Aufgabe der 1.Etage) angeboten. Durch die reduzierte Fläche um ca. 30% kommt ein monatlicher Gesamtmietpreis zu Stande, den der Verein Druschba nach seinen Auskünften entsprechend finanzieren kann.

Um dem Verein zukünftig Einnahmemöglichkeiten zu bieten, enthalten die angebotenen Mietverträge auch den Passus, dass die Mitglieder des Vereins als Bauhelfer bei den anstehenden Baumaßnahmen im Haus gegen entsprechende Vergütung eingesetzt werden können.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg strebt eine Verhandlungslösung noch im Dezember dieses Jahres an.

Nachfragen sind möglich unter Tel. 90298 – 3261 (Büro der Bezirksstadträtin Frau Kalepky)