Peter Schubert

Der gemalte Himmel – Deckengemälde

Ausstellung zum 90. Geburtstag

Deckengemälde im Mittelpavillon der Großen Orangerie Schloss Charlottenburg Berlin, 1977 © Uwe Hameyer, für das abgebildete Werk: VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Deckengemälde im Mittelpavillon der Großen Orangerie Schloss Charlottenburg Berlin, 1977 © Uwe Hameyer, für das abgebildete Werk: VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Ausstellung
3. Februar bis 3. März 2019

Eröffnung: Sonntag, 3. Februar 2019, 12 Uhr

Heike Schmitt-Schmelz | Bezirksstadträtin
Elke von der Lieth | Kommunale Galerie Berlin

Einführung
Miriam Sowa | Kunsthistorikerin

Vortrag
Helmut Börsch-Supan | Kunsthistoriker

Peter Schubert erhält 1977 den Auftrag, die Decke des Mittelpavillons der Großen Orangerie im Schloss Charlottenburg Berlin zu gestalten. Dies ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe meisterhafter Wand- und Deckengemälde in Deutschland, Italien und Kanada. Das Faszinierende liegt in der Illusion, die der Künstler schafft: Er suggeriert ein barockes Fresko, abstrahiert das Bildgeschehen jedoch so weit, dass sich alles Figürliche auflöst und zu fließen scheint. Durch den Einsatz von Licht und Schatten bringt Schubert darüber hinaus eine Spannung und Bewegung ins Bild, die die Betrachtenden regelrecht in Atem hält. Helmut Börsch-Supan schreibt zu dem Deckenspiegel in der Großen Orangerie: „In seiner Bildhaftigkeit stellen sich Assoziationen, vom Maler durchaus beabsichtigt, ein. In Form einer Paraphrasierung wird der Betrachter an Himmel, Balustrade, an Wolken, flatternde Tücher oder Steinernes erinnert – ein Anreiz zum Träumen und Denken zugleich; kein Schönwetteridyll, sondern eher bewölkt und die Kräfte des Hoffens anregend.“

Anlässlich des 90. Geburtstags von Peter Schubert zeigt die Kommunale Galerie Berlin eine Auswahl von Gemälden, Papierarbeiten sowie Gipsmodellen zu Deckengemälden und erinnert damit an das umfangreiche Oeuvre des Künstlers.

Peter Schubert wird 1929 in Dresden geboren und wächst in Wehlen in der Sächsischen Schweiz auf. Er studiert ab 1947 Landschafts- und Portraitmalerei bei Wilhelm Rudolf an der Dresdner Akademie, setzt sein Studium der Malerei bei Willi Baumeister und Fernand Léger fort und schließt es 1957 bei Hans Uhlmann an der Akademie der Künste in Berlin ab. Anschließend ist er freischaffend tätig. 1969 erhält er ein Stipendium der Bundesregierung und arbeitet an der Cité Internationale des Arts in Paris. Ab 1977 widmet er sich verstärkt der Wand- und Deckenmalerei. In einem Zeitraum von vier Jahrzehnten entstehen in Deutschland, Italien und Kanada über 20 dieser Werke in öffentlichen und privaten Gebäuden, die häufig mehrere hundert Quadratmeter umfassen.

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Peter Schubert Gesellschaft e. V.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.peter-schubert-gesellschaft.de

Peter Schubert bemalt die Decke der Wallfahrtskirche Paderborn-Marienloh, 21.1.2013 © Maïe Triebel, für das abgebildete Werk: VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Peter Schubert bemalt die Decke der Wallfahrtskirche Paderborn-Marienloh, 21.1.2013 © Maïe Triebel, für das abgebildete Werk: VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Deckengemälde in der Dorfkirche zu Damsdorf (Brandenburg) 2003_04
Deckengemälde in der Dorfkirche zu Damsdorf (Brandenburg) 2003/04
Bild: Uwe Hameyer, für das abgebildete Werk: VG Bild-Kunst, Bonn 2019
3-teiliges Altarbild von Peter Schubert in der Dorfkirche zu Damsdorf (Brandenburg) 2003/04
3-teiliges Altarbild von Peter Schubert in der Dorfkirche zu Damsdorf (Brandenburg) 2003/04
Bild: Uwe Hameyer, für das abgebildete Werk: VG Bild-Kunst, Bonn 2019