Teilhabe im Quartier

Erfolgreiche Integrationsarbeit muss sich an die Herausforderungen und Bedürfnisse des jeweiligen Sozialraumes (oder auch „Kiez“), in dem sie durchgeführt wird, anpassen. Sie findet stets vor Ort statt und verändert die Beziehungen und Strukturen der Nachbarschaft.

Daher sind alle Maßnahmen und Projekte des Integrationsbüros sozialräumlich ausgerichtet. Eine enge Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort garantiert, dass Ressourcen sinnvoll eingesetzt und keine Doppelstrukturen geschaffen werden. Folgende Projekte sind zentraler Bestandteil der bezirklichen Strategie zur sozialräumlichen Integration:

Begegnungszentren

Mittel aus dem bezirklichen Integrationsfonds finanzieren zwei Begegnungszentren, die neue und alte Anwohner*innen in Ihren jeweiligen Sozialräumen zusammenbringen:

Ulme 35 (Charlottenburg)

Die „Ulme 35“ im Charlottenburger Westend ist in den Räumlichkeiten der ehemaligen „Kuranstalten Westend für Nervenkranke“ in der Ulmenallee 35 beheimatet. Hier wurde ein Raum geschaffen für Kunst, Kultur und Begegnung zwischen den Welten, zum Ankommen, Zuhören und zur Begegnung.

Mit der Berlinweit einmaligen kulturellen Ausrichtung strahlt die „Ulme 35“ weit über die Bezirksgrenzen hinaus und zieht Alt- und Neuberliner an, die am kreativen Arbeiten, an Lesungen, Kinoabenden und Vorträgen Interesse haben.

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Haus der Nachbarschaft (Wilmersdorf)

Am Volkspark Wilmersdorf wird derzeit in einer ehemaligen Gärtnerunterkunft ein neues „Haus der Nachbarschaft“ aufgebaut. Auf Beschluss des Bezirksamtes wurde der Betrieb dieses Begegnungszentrums dem Nachbarschafft e.V. überlassen – einer Initiative, die sich aus ehemaligen Freiwilligen und Geflüchteten der geschlossenen Notunterkunft am Fehrbelliner Platz zusammensetzt. So kann das ehrenamtliche Engagement in der Flüchtlingshilfe erhalten, weiterentwickelt und der gesamten Anwohnerschaft zugänglich gemacht werden.

Die Immobilie wird derzeit aus Landes- und Bezirksmitteln renoviert, ein Interimsbetrieb ist geplant.

Eine Heimat für Vereine und Initiativen: das Pangea-Haus

Das interkulturelle Vereinszentrum „Pangea-Haus“ im Wilmersdorfer Güntzelkiez bietet 1500 qm Mietfläche für Migrantenselbstorganisationen, Vereine und Projekte, die sich integrationspolitisch engagieren. Unter einem Dach wird hier vielfältig gedacht, gearbeitet und der Bezirk durch gemeinsames Handeln vorangebracht. Die Immobilie ist Bezirkseigentum. Ein Beirat, in dem neben den Fraktionen der BVV auch die Mieterschaft vertreten ist, verhandelt alle entscheidenden Fragen.

Seit Ende 2017 gibt es im Erdgeschoss mit dem „Café Pangea“ einen Raum, in dem sich die Mieterschaft und die Anwohner*innen bei Kuchen oder Mittagstisch begegnen können. Zudem wird die Immobilie auf Betreiben des Bezirksamtes in den nächsten Jahren gründlich saniert.

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BENN-Standort Neu-Westend

Das Programm BENN – Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften fördert an Standorten mit großen Flüchtlingsunterkünften Integration, stärkt die Gemeinschaft im Kiez und soll so den Geflüchteten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtern. BENN arbeitet gemeinsam mit der alteingesessenen und neuen Bewohnerschaft und unterstützt deren Ideen – unter anderem mit unbürokratischen Geldern für Anschaffungen und Projekte.

Anfang 2018 wird im Stadtteil Neu-Westend ein BENN-Standort eingerichtet. Dieser ist an die Gemeinschaftsunterkunft Heerstraße angebunden und wird eng durch das Integrationsbüro betreut.

Weitere Informationen folgen.

Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) in der Quedlinburger Straße 45

In mehreren Informationsveranstaltungen wurde das geplante Bauvorhaben auf der Mierendorffinsel vorgestellt und diskutiert. In der Quedlinburger Straße 45 soll eine Modulare Unterkunft für Flüchtlinge (MUF) errichtet werden, in der Sömmeringstraße eine Kindertagesstätte.

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