Grundlagenvermessungen

Basis aller Vermessungen in Berlin ist das Lagebezugssystem der Landesvermessung und das Höhenfestpunktfeld. Das Lagebezugssystem der Landesvermessung wird über das SAPOS-Referenzstationssystem und durch die Berliner geodätischen Grundnetzpunkte repräsentiert. Ab dem 1. Januar 2006 ist der Anschluss an das Lagebezugssystem grundsätzlich über SAPOS-Messungen herzustellen. Die Herstellung und Pflege des zwar bestehenden erneuerten Lagefestpunktfeldes zum 31.12.2005 eingestellt.

Die Messungen zur Koordinatenbestimmung von temporären Anschlusspunkten im Landeskoordinatensystem (Soldner Berlin) werden durch Satelliten gestützte Ortsbestimmung unter Verwendung des US-amerikanischen Global-Positioning-System (GPS) und des russischen Global-Orbiting-Navigation-Satellite-System (GLONASS) realisiert. Für Grenz- und Gebäudevermessungen ist dieses Verfahren vorgeschrieben.

Beim Höhenfestpunktfeld, dessen Punkte in ihrer Höhe über Normalhöhennull (NHN) im bundeseinheitlichen Höhenbezugssystem Deutsches Haupthöhennetz 1992 (DHHN 92) bestimmt sind, ist eine Arbeitsteilung zwischen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. III und den Bezirksvermessungsämtern in Übergeordnete Höhenfestpunkte (ÜH) und Aufnahmehöhenpunkte (AH) erfolgt. Vermarkt sind die Höhenfestpunkte in der Regel durch Bolzen an Gebäuden oder anderen Bauwerken.

Die Messungen im Höhennetz erfolgen mit Digitalnivellieren und automatisierter Ablesung an Strichcodelatten.

Für die im Bezirk vorhandenen Höhenfestpunkte existieren Festpunktbeschreibungen mit Skizzen zum Wiederauffinden der Punkte in der Örtlichkeit und den zugehörigen Höhen.

Satellitengeodäsie

Wissenswertes über GPS, Glonass und GalileoWeitere Informationen

Auskünfte Lage- und Höhenfestpunktfeld

ÖbVI-Büros und Vermessungsbüros können für ihre Bearbeitungsgebiete Festpunktbeschreibungen aus dem Lage- und Höhenfestpunktfeld über die unten angegebenen Kontaktmöglichkeiten bestellen. Lagefestpunkte können, soweit vorhanden, für Grenzherstellungen und Ingenieurvermessungen genutzt werden.

Diese schriftlichen Auskünfte sind gebührenpflichtig. Zur Zeit sind für die erste Festpunktbeschreibung 8,00 ¤ und für jeden weiteren gleichzeitig bestellten Festpunkt 2,50 ¤ zu entrichten. Der Versand kann per FAX oder auf dem Postweg erfolgen.

Duldung von Vermessungsmarken

Eigentümer haben auf ihren Grundstücken und an ihren baulichen Anlagen Vermessungsmarken für Vermessungspunkte des Lage- und Höhenfestpunktfeldes sowie vorübergehend errichtete Sichtzeichen zu dulden. (siehe § 11 Gesetz über das Vermessungswesen in Berlin – VermGBln)