Lebensweltlich orientierte Räume (LoR)

Mit Beschluss vom 03.06.04 erteilte das Abgeordnetenhaus dem Senat den Auftrag zur „Vereinheitlichung von Planungsräumen für Fachplanungen“, der daraufhin eine fachliche Arbeitsgruppe unter Federführung des Statistischen Landesamtes einsetzte.
In diesem Zusammenhang wurde zur inhaltlichen Detailbearbeitung auch auf Bezirksebene eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe (Abt. Jug, Soz und Bau) eingerichtet, die einen fachlich abgestimmten Entwurf zur Neugestaltung der bezirklichen Planungsebenen im Rahmen des „Regionalen Bezugssystems“ (RBS) erarbeitete, der sich im Gegensatz zu der bestehenden Aufgliederung (z.B. nach Verkehrszellen) primär an den inhaltlichen Anforderungen der planenden Abteilungen orientiert.
Diese Planungsebenen stellen eine zusätzlichen „hierarchischen Strang“ neben dem bisherigen hierarchischen System des RBS dar und werden zukünftig als „lebensweltlich orientierte Räume“ (LoR) verbindlicher Bestandteil des Regionalen Bezugssystems.
Sie sind mittlerweile in allen Berliner Bezirken eingeführt worden, nachdem der Rat der Bürgermeister mit Beschluss Nr. 1025/06 vom 17.08.2006 Kenntnis genommen hat (Konsensliste).
Die neue Raumhierarchie soll die Grundlage der zukünftigen inhaltlichen Planungen und Prognosen sowohl auf Senats- als auch auf Bezirksebene bilden. (z.B. Bevölkerungsprognose, Stadtmonitoring Soziale Stadtentwicklung, Bereichsentwicklungsplanung).

Für den Bezirk Charlottenburg- Wilmersdorf wurde die Aufteilung in
– 57 Planungsräume
– 17 Bezirksregionen und
– 6 Prognoseräume festgelegt.

Die bestehenden RBS- Ebenen (statistische Gebiete, Verkehrszellen, usw.) bleiben insbesondere für die Fachplanungen und weiterzuführende Zeitreihenuntersuchungen weiterhin erhalten.
Das Bezirksamt hat mit Beschluss Nr. 520 (18.07.2006) den Abschlussbericht der erstgenannten Arbeitsgruppe zur „Vereinheitlichung von Planungsräumen“ zustimmend zur Kenntnis genommen und die neue Raumhierarchie als Grundlage für bezirkliche Planungen und Datenerhebungen festgelegt.

Davon unabhängig bleibt die Aufteilung des Bezirks in die 5 Verwaltungsregionen (gemäß Bezirksamtsbeschluss vom 12.10.04), die den „Rahmen für einheitliche, abteilungsübergreifende, regionale Strukturen in der Bezirks verwaltung “ darstellen.
Ebenfalls bleiben spezielle Fachplanungsebenen (wie z.B. die Schuleinzugsbereiche) von der Neuordnung der Planungsebenen unberührt.

Deshalb werden in Zukunft die relevanten Planungsdaten (Einwohner- und Migrationsentwicklung, Wanderungen, Arbeitslosigkeit u.ä.) vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg für die unterste Ebene der LoR, die sog. Planungsräume aggregiert.
Ihr räumlicher Zuschnitt wurde durch die bezirkliche Arbeitsgruppe so festgelegt, dass sowohl die weiteren Ebenen der neuen Raumhierarchie als auch die 5 bezirklichen Verwaltungsregionen (bzw. Sozialräume) abzubilden sind.
Für die Abteilung Bauwesen stellen die neuen drei Planungsebenen (Planungsraum, Bezirksregion und Prognoseraum) die fachlich adäquate räumliche Gliederung dar.

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