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Ehemaliges Hotel Bogota

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Hotel Bogota, 4.9.2012
Bild: Bezirksamt, KHMM

Das Haus an der Schlüterstraße 45 wurde 1911 als Wohnhaus errichtet. Seither hat es eine wechselvolle Geschichte erlebt, die immer auch mit Kunst und Kultur verbunden war. Seit 1934 betrieb die Modefotografin Else Neuländer-Simon, genannt Yva, hier ihr Atelier, in dem 1936 Helmut Neustädter seine Lehre begann. Er wurde später als Helmut Newton weltberühmt, und auf seiner Stiftung basiert das Museum für Fotografie in der Jebensstraße.
2011 wurde die Passage entlang des Stadtbahnviaduktes zwischen Hardenbergstraße und Kantstraße nach Yva benannt.

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Hotel Bogota, 4.9.2012
Bild: Bezirksamt, KHMM

Sie wurde am 26.1.1900 in Berlin als Else Ernestine Neuländer geboren. Mit 25 gründete sie ihr erstes Fotoatelier in der Berliner Friedrich-Wilhelm-Straße 17, zog dann in die Bleibtreustraße 17 und schließlich in die Schlüterstraße 45. 1938 erhielt sie wegen ihrer jüdischen Herkunft Berufsverbot. 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Maidanek deportiert. Vermutlich starb sie noch im gleichen Jahr, wurde aber erst am 31.12.1944 für tot erklärt.
Das Haus an der Schlüterstraße 45 wurde seit 1942 von der Reichskulturkammer genutzt, und nach 1945 organisierten die Alliierten von hier aus die Entnazifizierung des Kulturbereichs. 1964 öffneten gleich vier Hotels in dem Haus. Übrig geblieben ist das Hotel Bogota, dessen Betreiber sich ausführlich mit der Geschichte seines Hauses auseinandergesetzt und diese in seinem Haus auch dokumentiert hat.
Am 15.12.2013 musste das Hotel wegen finanzieller Probleme schließen.