Sanierungsgebiet Charlottenburg Klausenerplatz (SCK), Klausenerplatzkiez

Der Bereich zw. Spandauer Damm, Schloß-, Knobelsdorff- und Sophie-Charlotten-Straße wurde seit 1963 als Sanierungsgebiet ausgewiesen. 1972-74 wurde ein Sanierungswettbewerb durchgeführt. Sie städtebauliche Planung lag bei der Arbeitsgruppe für Stadtplanung (AGS), die Durchführung bei verschiedenen Architekten. Das Konzept sah den weitgehenden Erhalt der Vorderhäuser, die Entkernung der Blockinnenbereiche und Lückenschließung entsprechend dem historischen baulichen Kontext vor.
1973 wurde hier die erste Berliner Mieterinitiative gegründet, um eine stärkere Berücksichtigung der Belange und Forderungen der Bewohner durchzusetzen nach dem Motto “Sanierung ohne Verdrängung”. Die Respektierung der Mieterinteressen führte bei der Sanierung des sogenannten “Hämer-Blockes” (benannt nach dem Architekten und Planungsdirektor der IBA 1987 Hardt-Waltherr Hämer) zu einem gelungenen und international beachteten Ergebnis mit neuen Grundrisslösungen und Aufbrechen der engen Standards des sozialen Wohnungsbaues. Das Pilotprojekt im Rahmen des Europäischen Jahres für Denkmalschutz wurde Ende der 1980er Jahre fertig gestellt. Es brachte den Übergang von der Block- zur Objektsanierung.
s. auch Kiezbündnis Klausenerplatz