Schoeler-Schlösschen und Schoelerpark mit Wohnanlage

Bildvergrößerung: Schoeler-Schlösschen, 13.3.2013, Foto: KHMM
Schoeler-Schlösschen, 13.3.2013, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Das älteste erhaltene Haus im Ortsteil Wilmersdorf ist der Bau des Berliner Fabrikanten Cornelius Adrian Hesse. Er wurde 1765 als zweigeschossiges Bauernhaus errichtete und zählt zu den wenigen in Berlin erhaltenden bürgerlichen Landhäusern des 18. Jahrhunderts. Das Bauwerk und der zugehörige Garten dokumentieren das Leben vor den Toren Berlins ebenso wie die großbürgerliche Lebenskultur im Wilmersdorf des 18. und 19. Jahrhunderts. Berliner Bankiers, Unternehmer und Intellektuelle hatten hier ihren Sitz.

Bildvergrößerung: Schoeler-Schlösschen um 1900
Schoeler-Schlösschen um 1900 Bild: Landesarchiv Berlin

Der letzte private Besitzer des Hauses war der namhafte Mediziner Heinrich Schoeler (1844-1918), Professor der Augenheilkunde. Ihm verdankt das Schlösschen seinen Namen.
1929 ging das Anwesen in den Besitz des Bezirks Wilmersdorf über. Den ehemals privaten Garten des Hauses ließ der Bezirk 1931 zu einem öffentlichen Park umgestalten. In den folgenden Jahren würde im Schlösschen eine Bibliothek und eine Heimatstube eingerichtet. 1936 wurde es schließlich zu einem Heim der Hitlerjugend umgebaut und dafür um ein Stockwerk ergänzt.

Bildvergrößerung: Schoelerschlösschen, Dezember 2010
Schoelerschlösschen, Dezember 2010 Bild: Bezirksamt

Am 13.1.2006 haben das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und die Stiftung Denkmalschutz Berlin e.V. einen Nießbrauchrechtsvertrag unterschrieben und das Restaurierungskonzept für das Haus vorgestellt.
Am 29.1.2010 wurde Richtfest gefeiert. Die Rekonstruktion des Dachstuhls wurde im August 2010 fertig gestellt. Der Plan, in dem Gebäude eine Bibliothek aus dem Nachlass des Bundespräsidenten Johannes Rau einzurichten, ließ sich nicht verwirklichen.

Bildvergrößerung: Großes Wohnzimmer der Schoelers im Erdgeschoss, Foto: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf
Großes Wohnzimmer der Schoelers im Erdgeschoss, Foto: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf Bild: Heimatmuseum

Der Bezirk und die Stiftung Denkmalschutz Berlin werden im Herbst 2013 den Nutzungsvertrag aufheben. Der Bezirk plant jetzt einen behindertengerechten Trausaal für das Standesamt und ein kleines Café im Erdgeschoss und Ausstellungs- und Veranstaltungsräume im Obergeschoss.

vergleiche auch

Bildvergrößerung: Geheimrat Schoeler und Frau, Foto: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf
Geheimrat Schoeler und Frau, Foto: Museum Charlottenburg-Wilmersdorf Bild: Heimatmuseum

Der Geh. Medizinalrat, Universitätsprofessor Dr. med. Heinrich Schoeler (1844-1918) bewohnte das Haus in Wilmersdorf von 1893 bis zu seinem Tode. Nach ihm tauchen die Bezeichnungen “Schoelerpark”, “Barockschlösschen” und “Schoeler-Schlösschen” erstmals auch in Akten und Dokumenten als Bezeichnungen für das alte Landhaus auf.

Bildvergrößerung: Schoeler-Schlösschen, gemalt von Carl Timner 2003
Schoeler-Schlösschen, gemalt von Carl Timner 2003 Bild: Kommunale Galerie

Der Maler Carl Timner, der in der weiteren Nachbarschaft des Schoeler-Schlösschens sein Berliner Atelier hat, malte dieses Bild im Sommer 2003 (Öl auf Leinwand, 40×50 cm).

Bildvergrößerung: Schoelerpark, 2.7.2008, Foto: KHMM
Schoelerpark, 2.7.2008, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Den Schoelerpark umschließt seit den dreißiger Jahren die Wohnbebauung der Heimstätten AG durch Fritz Buck; dadurch ist die ehemals bedeutende biedermeierliche, im Kern barocke Parkanlage nicht mehr zu erkennen. Dafür bildet die naturbelassene, mit Buschwerk und alten Bäumen bestandene Wiese eine Oase für Vögel und Insekten.

Grundrisspläne Schoeler-Schlösschen

PDF-Dokument (1.2 MB)

Fotodokumentation Schoelerschlösschen

PDF-Dokument (1.2 MB)

Gutachten Schoeler Schlösschen

PDF-Dokument (10.9 MB) - Stand: Juni 2016

Inhalt Schaukasten Stand Juni 2016

PDF-Dokument (17.6 kB) - Stand: Juni 2016 Dokument: Bezirksamt C-W, Bezirksstadträtin König