Siemensstadt, Großsiedlung, Ringsiedlung

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Ringsiedlung Siemensstadt Bild: Bezirksamt

Gesamtanlage unter Denkmalschutz
zwischen Jungfernheideweg, Geißlerpfad, Goebelstraße und Heckerdamm
Am 7.7.2008 erklärte die UNESCO-Vollversammlung Siemensstadt neben 5 weiteren Berliner Großsiedlungen der 20er Jahre zum Weltkulturerbe.

1929-32 mit 1380 Eineinhalb- bis Dreieinhalbzimmer-Wohnungen erbaut; Gesamtplanung Hans Scharoun und Martin Wagner unter Beteiligung weiterer Architekten, die der progressiven Vereinigung “Der Ring” angehörten; davon leitet sich die Aliasbezeichnung “Ringsiedlung” her. Teile westlich des Jungfernheideweges, bzw. der S-Bahn gehören zu Spandau. Erweiterungen nach Osten in den 1950er Jahren durch Scharoun und Hans Hoffmann.
Südlich der S-Bahn Randbebauung mit weißen Putzbauten mit abgerundeten Bauelementen und Bullaugen von Scharoun (Verwendung von Schiffsmotiven waren in den 1920er Jahren weit verbreitet); nördliche Bebauung der Goebelstraße von Hugo Häring mit neun Zeilenbauten (nierenförmige Westbalkone, verklinktere fünfte Geschosse); Randbebauung auf der Westseite des Jungfernheideweges durch Walter Gropius. “Langer Jammer”, die südliche Randbebauung der Goebelstraße durch Otto Bartning, die durchgehend als viergeschossiger Riegel der leichten Krümmung der Straße folgt und der Lärmabschirmung dienen sollte, 1957 durch Scharoun mit abgewinkeltem Kopfbau nach Osten verlängert.
Im Westen schließt Hans Hertleins Siedlung Siemensstadt, im Osten Charlottenburg-Nord an.

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