Spreestadt und KPM-Quartier

Im Bereich zwischen Landwehrkanal und Spreebogen ist von 1995 bis 2005 die sogenannte Spreestadt mit dem KPM-Quartier entstanden, ein neues Stadtquartier für Dienstleistung, Gewerbe und Wohnen auf dem ehemaligen Industrie- und Gewerbegelände. Mit 250.000 qm ist das Gelände dreimal so groß wie die Potsdamer-Platz-Bebauung.
Seit dem 19. Jahrhundert befand sich hier der Salzhafen (Salzufer) und die Königliche Porzellan-Manufaktur KPM , seit dem 20. Jahrhundert Siemens und Daimler Benz. Die Investoren Daimler Chrysler, Bavaria, Jachimovicz und Partner und Hippon entwickeltenn das Gebiet mit dem KPM-Quartier zwischen Wegelystraße und Englischer Straße im Zentrum. Die südlich angrenzende Technische Universität Berlin erweitert sich ebenfalls in dieses Stadtgebiet hinein.
Zur Erschließung wurde die Wegelystraße umgelegt und bis zur Gutenbergstraße verlängert. Drei neue Straßen wurden angelegt: Hannah-Karminski-, Otto-Dibelius- und Margarete-Kühn-Straße.
Pilotfunktion bei der Neudefinition dieses Gebietes hatte der Neubau der Mercedes-Benz-Niederlassung Berlin am Salzufer. Sie wurde 2004 durch den Neubau für das Smart-Center ergänzt. Im Juni 2004 haben die Bundesärztekammer , die Kassenärztliche Bundesvereinigung KBV und die Deutsche Krankenhausgesellschaft ihren neuen Sitz im Haus der Ärzteverbände im KPM-Quartier bezogen. Im Frühjahr 2005 hat die Accor-Gruppe ihr erstes Berliner Luxushotel der Marke Dorint Novotel mit 280 Zimmern eröffnet.
Am 17.9.2008 wurde am Herbert-Lewin-Platz Ecke Wegelystraße im KPM-Quartier der Grundstein gelegt für das Bürogebäude des Gemeinsamen Bundesausschusses , des obersten Beschlussgremiums der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland. Am 4.2.2010 war die Einweihung. Damit wird das KPM-Quartier zum wichtigsten Zentrum der Verbände des deutschen Gesundheitswesens.

vgl. auch
www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/spreestadt