Frauenbundhaus, Haus Helene Weber

Frauenbundhaus, Haus Helene Weber, 6.4.2010, Foto: KHMM
Frauenbundhaus, Haus Helene Weber, 6.4.2010, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

1903 wurde in Köln der Katholische Frauenbund KFB gegründet, dessen Hauptziel die Frauenbildung war. In Berlin richtete er Eheberatungsstellen ein, bildete Eheberaterinnen aus, gründete die ersten Mütterschulen, organisierte Mütterferien und baute 1923 das Frauenbundhaus. Hier wurde eine Bildungsstätte für berufstätige Mütter mit Kindergarten und Wohnungen eingerichtet. 1930/31 erwarb der Katholische Frauenbund auch die beiden benachbarten Grundstücke und baute hier 190 Kleinwohnungen mit eigenem Bad und WC für alleinstehende berufstätige Frauen. Heute befinden sich auf dem gesamten Areal ein Wohnhaus und Seniorinnenwohnhaus, ein Begegnungszentrum und ein Gästezimmerbereich.
Das Wohnhaus für alleinstehende Frauen hat in fünf Stockwerken 122 Wohnungen von 24 bis 63 qm. Seit 2001 befindet sich hier auch das Hauptstadtbüro des Katholischen Deutschen Frauenbundes KDFB.

Haus Helene Weber, 6.4.2010, Foto: KHMM
Haus Helene Weber, 6.4.2010, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Der Mittelbau des Gebäudekomplexes wurde nach Helene Weber benannt. Die 1881 in Elberfeld geborene Helene Weber gehörte über 50 Jahre dem Vorstand des Katholischen Deutschen Frauenbundes an. Von 1922 bis 1963 war sie Mitglied des Exekutivkomitees der Internationalen Katholischen Frauenbewegung und seit 1925 Mitbegründerin und Vorstandsmitglied der internationalen Vereinigung der katholischen Sozialschulen. 1945 gehörte sie zu den Mitbegründern der CDU, wurde 1948 Mitglied des Parlamentarischen Rates und war von 1949 bis 1962 Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie starb 1962 in Essen