Botschaft des Staates Israel

Link zu: Botschaft des Staates Israel, 28.6.2012, Foto: KHMM
Botschaft des Staates Israel, 28.6.2012, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Baudenkmal
Der Neubau für die Botschaft wurde 1999-2001 von Orit Willenberg-Giladi gebaut und am 09.05.2001 eingeweiht, dem 53. Jahrestag der Unabhängigkeit Israels. Es ist ein expressionistischer Bau mit einer durch sechs verschiedenartige Baukörper gegliederten Fassade Die Baukörper erinnern an monumentale Skulpturen. Einem verglasten Riegel ist eine Fassade aus hellem Muschelkalk vorgelagert. Das ist ist kupferverkleidet, konkav gebogen. Das Gebäude wird durchzogen und überragt von einer gebogenen Wand aus Natursteinen aus Israel, aus sogenanntem Jerusalem marble.
Im Konzept der israelischen Architektin heißt es: “Mit dem Entwurf soll der inneren Komplexität und Symbolik, die eine Repräsentanz des Jüdischen Staates im geeinten Berlin darstellt, Rechnung getragen werden. Gleichermaßen sollen sowohl der tragische historische Hintergrund als auch die engen Beziehungen, die zwischen den beiden Ländern bestehen, berücksichtigt werden, ohne dass der eine Aspekt den anderen überlagert.”

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Botschaft des Staates Israel, 28.6.2012, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Dieser Aspekt der Verknüpfung von Historischem und Zeitgenössischem zeigt sich auch in der Beziehung des Neubaus zu dem Altbau, in dem die Botschaftsresidenz untergebracht wurde. Dieses Haus wurde 1929/30 als Villa mit heller Muschelkalk-Fassade vom Karstadt-Baubüro für den jüdischen Kommerzienrat Herrmann Schöndorff erbaut. Dieser musste die Villa 1934 zwangsweise verkaufen und nach Paris emigrieren. In dem Haus wurde nach dem Krieg das Oberlin-Seminar des Diakonischen Werkes untergebracht. 1998 hat der Staat Israel das ca. 9000 qm große Grundstück einschließlich der Villa erworben.