79. Kiezspaziergang am 12.7.2008

Vom Prager Platz zum Rüdesheimer Platz

Link zu: Start am Prager Platz, Foto: KHMM
Start am Prager Platz, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Bezirksbürgermeisterin Monika Thiemen

Treffpunkt: U-Bhf Güntzelstraße, Ausgang Trautenaustraße, Ecke Bundesallee

Sehr geehrte Damen und Herren!
Herzlich willkommen zu unserem 79. Kiezspaziergang. Wir wollen heute von einem Fest zum anderen Fest gehen, nämlich vom Fest der Nationen hier am Prager Platz bis zum Weinbrunnen am Rüdesheimer Platz, wo um 16.30 Uhr ein Konzert mit dem Gladsaxe Harmonie Orchester aus unserer dänischen Partnerstadt Gladsaxe beginnt. Am Rüdesheimer Platz wird den ganzen Sommer über von Weinbauern aus unserem Partnerlandkreis Rheingau-Taunus der Weinbrunnen veranstaltet. Sie können dort also entscheiden, ob Sie noch einen Rheingauer Wein trinken und dem Orchester aus Gladsaxe lauschen oder gleich in die U-Bahn steigen und zurückfahren möchten.
Hier am Prager Platz feiern wir noch bis morgen Abend unser 23. Fest der Nationen. Das ist unser großes Bezirksfest, das wir in jedem Jahr veranstalten. Heute Abend spielen von 18.00 bis 22.00 Uhr die Cool Cats, und um 22.30 Uhr wird das Fest mit einem Barockfeuerwerk beendet. Morgen beginnt’s um 11.00 Uhr mit einem Jazzfrühschoppen. Dann gibt es am Nachmittag orientalischen und armenischen Tanz, Jengos Clownstheater, Klezmermusik, Swing und Jazz, und am Abend spielt zum Schluss von 18.00 bis 20.00 Uhr Cris Cosmo & Band aus unserer Partnerstadt Mannheim
Uns geht es aber heute nicht nur um die Bezirksfeste, sondern wir wollen auch spazieren gehen, und zwar quer durch Wilmersdorf. Wir werden unter anderem durch den Volkspark Wilmersdorf und den alten Dorfkern mit dem Schoeler-Schlösschen und der Auenkirche kommen.

Zu Beginn will ich Ihnen aber wie gewohnt verraten, wo wir uns das nächste Mal treffen. Im August wollen wir vom Lietzensee zum Halensee gehen. Vielleicht wundert sich der eine oder andere über diese Strecke. Auf dem Stadtplan sind zwischen diesen beiden Seen vor allem Bahngleise zu sehen rund um den Bahnhof Westkreuz. Aber dazwischen befindet sich auch die Eisenbahner-Kleingartenkolonie, und dort sind wir eingeladen. Wir treffen uns also am Sonnabend, dem 9. August, um 14.00 Uhr auf dem Dresselsteg über dem Stadtring, das ist der nördliche Ausgang des S-Bahnhofs Messe Nord Richtung Kaiserdamm.

Trautenaustraße
Die Trautenaustraße erhielt ihren Namen 1908, und zwar zur Erinnerung an eine Schlacht zwischen Preußen und Österreich 1866.

Prager Platz
Der Prager Platz wurde 1870 von Johann Anton Wilhelm von Carstenn-Lichterfelde angelegt. Er hieß zunächst Halberstädter Platz, 1888 wurde er dann in Prager Platz umbenannt. Er war in den 20er Jahren ein kulturelles Zentrum im Berliner Westen; gelegen in dem zu Wilmersdorf und Schöneberg gehörenden Bayerischem Viertel, der sogenannten “Jüdischen Schweiz”. Hier lebten viele jüdische Bürger, Künstler und Intellektuelle. Bert Brecht traf sich in der “Prager Diehle” mit russischen Emigranten.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Platz und fast die gesamte Randbebauung vollständig zerstört. 1986 wurde er in Anlehnung an seine historische Form wieder neu gestaltet als ovaler verkehrsberuhigter Platz mit fünf Straßeneinmündungen, gepflasterter Fahrbahn, Mittelinsel mit Rasenfläche, Randrabatten, Heckengrün hinter Sitzbänken und einem Fontänenbrunnen in einer flachen Steinschale. 1987 wurde der Platz als Teil der Internationalen Bauaustellung “IBA” zum besonderen Stadtplanungs- und Architekturprojekt, das im Juni 2002 mit der Eröffnung der “Prager Passage” abgeschlossen wurde.

Rilke-Monument aus Prag
Die 3,30 Meter hohe Steinskulptur des tschechischen Bilhauers Miroslav Vochta wurde von dem Prager Physiker, Schriftsteller und Übersetzer Jirí Kostelecký, seiner Rilke-Stiftung und der Stadt Prag gestiftet. Der Granit für das Monument wurde in dem berühmten Steinbruch von Mrakotin auf der historischen Grenze zwischen Böhmen und Mähren geschlagen. In den Stein sind Zitate des in Prag geborenen Dichters Rainer Maria Rilke eingraviert. Das Monument ist Teil des Projektes “Unsere Geschichte kennt keine namenlosen Helden” der Rilke-Stiftung. Es soll für die friedliche und freundschaftliche Nachbarschaft von Deutschen und Tschechen stehen. Ich habe das Monument 25. Oktober 2007 gemeinsam mit dem früheren tschechischen Außenminister Jiri Dienstbier enthüllt. Vor einigen Wochen gab hier eine Jazzband aus Prag ein kleines Konzert. Kultur aus Prag auf dem Prager Platz soll zu einer jährlichen Tradition werden.

1986 wurde das Fest der Nationen erstmals in Wilmersdorf gefeiert, die ersten drei Jahre im Innenhof des Rathauses, 1989 und 1990 auf dem Gelände des St. Michael-Heims in der Villenkolonie Grunewald, danach auf dem Olivaer Platz und seit 1994 auf dem Prager Platz – als Fest der Völkerverständigung und des friedlichen Zusammenlebens vieler Nationen in unserem Bezirk. Seit der Fusion der Bezirke Charlottenburg und Wilmersdorf 2001 wird das Fest vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf jedes Jahr auf dem Prager Platz als großes Bezirksfest veranstaltet – als Kiezfest und als internationales Fest, immer auch unter Beteiligung von Partnerstädten des Bezirkes.
In diesem Jahr ist eine Folkloretanzgruppe aus unserem Partnerbezirk in Budapest dabei, polnische Folklore aus unserer polnischen Partnerstadt Meseritz, Folklore aus der Stadt Kastela in der Nähe unserer kroatischen Partnerstadt Split, eine Band aus unserer Partnerstadt Mannheim und eine Trachtengruppe aus unserem Partnerlandkreis Marburg-Biedenkopf.
An vielen Ständen werden kulinarische Spezialitäten und Kunsthandwerk aus aller Welt angeboten. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf ist mit dem Bürgerbüro und der Migrantenbeauftragten dabei. Außerdem präsentieren sich Fair Kaffee, Lokale Agenda 21, A Janela, Menschen für Menschen, die Rechtschaffenen Zimmer- und Schieferdeckergesellen zu Spandau, der Polizeiabschnitt 26, die britisch-deutsche Seniorengruppe, der evangelische Kirchenkreis Wilmersdorf, das Technische Hilfswerk, die Reservistenkameradschaft RK04 “Wilmersdorf/City” und die 5. Kompanie des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung, der Heimatverein Charlottenburg, die Partnerschaftsvereine Wilmersdorf und Charlottenburg und die Partnerstadt Bad Iburg.

Prinzregentenstraße
Die Straße wurde am 16.3.1888, sieben Tage nach dem Tod von Kaiser Wilhelm I. zur Erinnerung an dessen Prinzregentenzeit benannt. Der Begriff bezeichnet die Regentschaft eines Verwandten, wenn der Monarch selbst nicht dazu in der Lage ist.

Link zu: Vor dem Haus Prinzregentenstr. 77, Foto: KHMM
Vor dem Haus Prinzregentenstr. 77, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Nr.77 Stolpersteine
Weil Charlottenburg und Wilmersdorf die beiden Berliner Bezirke mit dem höchsten Anteil jüdischer Bevölkerung waren, sind besonders viele Bürgerinnen und Bürger aus Charlottenburg-Wilmersdorf Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung geworden. Eine besondere Form der Erinnerung sind die Stolpersteine. Sie sind nahezu unscheinbar, leicht zu übersehen, aber eben doch auf den Gehwegen sichtbar und sollen an Menschen erinnern, die Opfer geworden sind und die bisher vergessen waren, deren Namen nicht in den Geschichtsbüchern und nicht im Lexikon stehen.
Der 1947 in Berlin geborene Kölner Bildhauer Gunter Demnig hat 1996 in Köln die ersten Stolpersteine verlegt, 10 × 10 cm große aus Beton gegossene Steine mit eingelassener Messingtafel, in die der Künstler mit Hammer und Schlagbuchstaben “Hier wohnte”, Namen, Jahrgang und Stichworte zum weiteren Schicksal eines einzelnen Menschen einstanzt. In unserem Bezirk wurden bisher mehr als 400 Stolpersteine verlegt. Ein Verzeichnis aller Stolpersteine finden Sie auf unserer Website im Internet unter www.charlottenburg-wilmersdorf.de und in unserer Bezirksbroschüre.
Hier, vor dem Haus Prinzregentenstraße 77, erinnern zwei Stolpersteine an Amalie und Elisabeth Perls. Beide haben in diesem Haus gelebt. Amalie Perls wurde als Amalie Rund am 29.11.1858 in Laurahütte geboren. Ihre Tochter Elisabeth Perls wurde am 20.1.1891 in Berlin geboren. Beide wurden am 7.9.1942 nach Theresienstadt deportiert. Amalie Perls wurde am 7.10.1942 in Theresienstadt ermordet. Ihre Tochter Elisabeth wurde am 16. Oktober 1944 nach Auschwitz weiter deportiert und dort ermordet.

Nr. 24 (Ecke Badensche Straße)
Baustelle für ein Modernes Arzt- und Pflegezentrum

Nr 72 Carstenn-Villa, Haus der Musikschule
Im Bezirksamt Wilmersdorf hatten wir lange überlegt, wie wir diese Villa für die Kultur im Bezirk erhalten können. Es ist die einzige Villa aus der ursprünglichen Carstenn-Bebauung, die in Wilmersdorf übrig geblieben ist. Sie zeigt, wie Johann Anton Wilhelm von Carstenn sich um 1870 die Landhausbebauung in Wilmersdorf vorstellte, nachdem er zuvor bereits Lichterfelde gegründet hatte. Schließlich ist es uns gelungen, den Unterhalt der Villa für die Musikschule zu finanzieren, und im September 1996 war es schließlich soweit. Die Musikschule konnte ihr Haus mit einem Konzert in Besitz nehmen.
In den 12 Jahren seither hat sich dieses Haus als großer Gewinn für unsere Musikschule herausgestellt. Vor allem für die Ensemblearbeit bietet es viele Möglichkeiten, sowohl für die tagtäglichen Proben als auch für öffentliche Konzerte wie zum Beispiel die regelmäßig stattfindenden Sonntagskonzerte.

Nr.26-29
Das Haus steht als typischer Verwaltungsbau der 20er Jahre unter Denkmalschutz. Es wurde 1926-29 von Paul Stanke als Bewag-Umspannwerk errichtet.

Link zu: An der Gedenktafel für die Synagoge Wilmersdorf, Foto: KHMM
An der Gedenktafel für die Synagoge Wilmersdorf, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Nr.70 Gedenktafel Synagoge
Hier erinnert eine Gedenktafel an die große Synagoge Wilmersdorf, die 1930 an dieser Stelle eingeweiht wurde. Die Gedenktafel wurde am 9. November 1988 zum 50. Jahrestag der Pogromnacht enthüllt. Die Ruine der schwer beschädigten Synagoge wurde in den 50er Jahren abgerissen und an ihrer Stelle das Wohnhaus des Allgemeinen Blindenvereins gebaut. Auf der Tafel ist eine Darstellung der Synagoge zu sehen und folgender Text zu lesen:

An dieser Stelle stand einst
die Synagoge Wilmersdorf
erbaut von Alexander Beer 1928-1930
eingeweiht am 16.9.1930
angezündet und zerstört von
Nationalsozialisten am 9.November 1938
Die Pogromnacht
“hat nicht nur Glas zerschlagen,
sondern auch unsere Träume und Hoffnungen,
ein gesichertes Leben in unserem Heimatland
führen zu können”.
Rabbiner Manfred Swarsensky

Die Jüdische Gemeinde wurde nach der schweren Beschädigung ihrer Synagoge in der Pogromnacht 1938 von der damaligen Wilmersdorfer Bauaufsicht aufgefordert, die Schäden auf eigene Kosten zu beseitigen, damit Passanten auf dem Gehweg nicht gefährdet wurden. Der Architekt Alexander Beer musste daraufhin 8 Jahre nach dem Bau den Teilabriss der Synagoge organisieren.

Nr. 68 Gedenktafel Blindenverein
Der Allgemeine Blindenverein Berlin e.V.
schuf hier mit Hilfe einer hochherzigen Spende
des Berliner Zahlenlottos
70 Wohnungen für blinde Mitbürger,
Berlin im Jahre 1959

Nr.67 Kolonie Stadtpark I
Diese Kleingartenkolonie gab es schon in den 20er und 30er Jahren. Auf Fotos ist sie unmittelbar neben der Synagoge zu erkennen.

Link zu: An der Gedenktafel für Walter Benjamin, Foto: KHMM
An der Gedenktafel für Walter Benjamin, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Nr. 66 Gedenktafel Walter Benjamin
Hier nun eine Gedenktafel, die an einen bedeutenden jüdischen Philosophen und Schriftsteller erinnert, der vor den Nationalsozialisten fliehen musste. Die Gedenktafel für Walter Benjamin wurde 1989 enthüllt. Sie enthält folgenden Text:

In dem früher hier stehenden Haus
lebte von 1930 bis zu seiner Emigration 1933
WALTER BENJAMIN
15.7.1892 – 27.9.1940
Literaturkritiker, Essayist und Philosoph, schrieb hier
Teile der “Berliner Kindheit um 1900”.
Freitod an der französisch-spanischen Grenze
wegen drohender Auslieferung an die Gestapo

Der brillante Kulturkritiker Walter Benjamin stammte aus einem wohlhabenden jüdischen Elternhaus. Mit seiner Familie folgte er dem für das wohlhabende Berliner Bürgertum um die Jahrhundertwende typischen Zug nach Westen. Die Familie lebte bis 1895 am Magdeburger Platz im Berliner Zentrum, zog dann in die Kurfürstenstraße im sogenannten Alten Westen, weiter an den Nettelbeckplatz, dann von 1902 bis 1912 in die Carmerstraße in Charlottenburg und schließlich in die Delbrückstraße 23 in der Villenkolonie Grunewald. Walter Benjamin bezog hier, in der Prinzregentenstraße 1930 im Alter von 38 Jahren seine erste eigene Wohnung, in der er allerdings nur 3 Jahre bleiben konnte.
In einem Brief an seinen Freund Gershom Scholem beschrieb er als eine der Merkwürdigkeiten seiner neuen Wohnung den “sehr weiten Blick über das alte zugeschüttete Wilmersdorfer Luch, oder wie es auch hieß, den Schrammschen See.” Damit ist der heutige Volkspark Wilmersdorf gemeint, den wir gleich erreichen werden.
Kurz nach der Einweihung der großen Wilmersdorfer Synagoge, die sich nur drei Häuser weiter in unmittelbarer Nachbarschaft befand, schrieb Benjamin an Scholem über die Vorteile seines Ateliers:
“Neben allen erdenklichen Vorzügen, vor allem dem der tiefsten Stille hat es architektonisch bemerkenswerteste Nachbarschaft; eine neue Synagoge, die ich, bis Rosch ha Schnah sie einweihte, für eine Ausgeburt protestantischen Theologengeistes im Kirchenbau hielt”.

Nr. 33-34 Rudolf-Diesel-Hauptschule
Dieses Schulhaus steht unter Denkmalschutz. Es wurde 1913-14 von Otto Herrnring als 2. Reformrealgymnasium Wilmersdorf gebaut. Heute ist darin die Rudolf-Diesel-Hauptschule untergebracht. Diese einzige Hauptschule Wilmersdorfs befand sich früher in der Gieselerstraße, von 1985 bis 1989 provisorisch in der Pfalzburger Str.23 und seit 1989 hier.
Der 1858 geborene Rudolf Diesel, der Erfinder des Dieselmotors, lebte um 1900 an der Kantstraße in Charlottenburg und am Kurfürstendamm in Halensee. Er starb 1913.

Nr. 60 Oberstufenzentrum Industrie und Datenverarbeitung und Kläre-Bloch-Abendschule
Das Oberstufenzentrum Industrie und Datenverarbeitung wurde 1987 eröffnet. Es war eine der ersten Schulen in Deutschland mit einer modernen Computerausstattung. Hier kann man sich ausbilden lassen zur Industriekauffrau bzw. Verlagskauffrau oder zur IT-Systemkauffrau bzw. IT-Informatikkaufrau, wobei die Kauffrauen natürlich auch Männer sein können.

Die Kläre-Bloch-Abendschule ist eine Fachoberschule zum Erwerb der Fachhochschulreife. Das Angebot umfasst die Bereiche Sozialwesen, Technik, Wirtschaft und Verwaltung. Der Abschluss “Fachhochschulreife” ermöglicht ein Studium an allen Fachhochschulen. Die Kurse sind kostenlos und dauern zwei Jahre.
Kläre Bloch wurde am 13.02.1908 als Kläre Begall geboren. Sie wuchs in Schmargendorf und Halensee auf. Sie erwarb den Taxiführerschein und war mit 22 Jahren eine der ersten Taxifahrerinnen Berlins. Ihre Bildung und ihr politisches Engagement hat sie dem Romanischen Café zu verdanken, dessen intellektuelle Gäste sie als Taxifahrerin beförderte. Sie selbst nannte das Romanische Café ihre “Universität”. Dort lernte sie 1931 auch Erich Bloch kennen, den sie nach dem Kriege heiraten sollte. 1938 zog Kläre nach Charlottenburg, Horstweg 22, Parterre. Sie versteckte dort mehrere Menschen vor den Nazis und rettete ihnen damit das Leben. Erich Bloch, als Jude und Kommunist verfolgt, verbarg sich bei ihr von 1943 bis zur Befreiung im Mai 1945.

Volkspark Wilmersdorf
Der Volkspark Wilmersdorf wurde 1912 als Park angelegt. Er zieht sich als etwa 2,5 km langer und ca. 150 m breiter Grünzug durch Wilmersdorf und Schöneberg. Der östliche Teil, der sich bis zum Schöneberger Rudolph-Wilde-Park am Rathaus Schöneberg hinzieht, wurde 1912/13 von Richard Thieme als Landschaftspark gestaltet.

Link zu: Auf dem Volksparksteg, Foto: KHMM
Auf dem Volksparksteg, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Volksparksteg
Die von 1969 bis 1971 gebaute Fußgängerbrücke verbindet als “Volksparksteg” die beiden durch den Ausbau der Bundesallee getrennten Bereiche des Volksparks. Der gelb gestrichene Steg aus Stahl ist 65 m lang und 4 m breit. An einem 36 m hohen blauen Pfeiler sind sechs Stahlseite befestigt, von denen der Steg gehalten wird. Es war die erste Berliner Schrägseilbrücke.
Im Park unterhalb des Stegs wurde östlich der Bundesallee 1921 die Bronzeskulptur “Speerwerfer” von Karl Möbius aufgestellt, 1954 ein Neuguss.
Vom Steg aus hat man einen freien Blick über die Bundesallee, die frühere Kaiserallee. Rechts befinden sich die Berliner Zentrale der Sparkasse, heute Teil der Investitionsbank Berlin und das Werner-Bockelmann-Haus, ein Seniorenwohnhaus mit Seniorenfreizeitstätte. Es wurde 1973 als Seniorenheim für 300 Personen erbaut.
Links sieht man Richtung Bundesplatz und kann dort noch einige Häuser erkennen, die von der ursprünglichen Bebauung erhalten geblieben sind. Sie lassen erahnen, dass die Kaiserallee einmal eine hochherrschaftliche Wohnstraße war.

Informationstafel: Preußische Siege
Der mittlere Teil des Volksparks zwischen der Bundesallee und der Mecklenburgischen Straße befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen, verlandeten Wilmersdorfer Sees. Die Anlage dieses Teils wurde 1933 von Wilhelm Riemann begonnen, 1945 vollendet und 1960 neu gestaltet durch Eberhard Fink und Karl Schmid mit Sportanlagen Wiese und Blumengarten.

Am 29. Oktober 2004 wurde nach einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung diese Tafel hier aufgestellt. Sie drückt das Unbehagen darüber aus, dass hier viele Straßennamen an die Niederschlagung der Revolution von 1848/49 durch preußische Truppen erinnern. Der Text ist sehr ausführlich. Deshalb will ich Ihnen nur Auszüge vorlesen:

Preußische Siege und das Ende der Revolution von 1848/49
Die Badensche Straße und einige kleinere Straßen in diesem Viertel von Wilmersdorf – Bruchsaler Straße, Waghäuseler, Kuppenheimer, Durlacher und Karlsruher Straße sowie der frühere Rastatter Platz (am 26.8.1913 umbenannt in Breitenbachplatz) erinnern an Schlachten in Baden, in denen der Prinz von Preußen und spätere deutsche Kaiser Wilhelm I. im Jahre 1849 das Revolutionsheer der badischen Demokratiebewegung besiegt hat.

Preußen stellte seine Militärmacht zur Verfügung, um die Erhebung niederzuschlagen. Unter dem Oberbefehl des “Kartätschenprinzen” und späteren Kaisers Wilhelm I. besiegten preußische Truppen das Revolutionsheer in den Schlachten von Bruchsal (20. Juni 1849), Waghäusel (21. Juni) Kuppenheim und Durlach (25. Juni), bis am 25. Juni die Landeshauptstadt Karlsruhe eingenommen wurde.
Rastatt, die letzte Festung der Aufständischen, fiel am 23. Juli 1849…
Als Kaiser Wilhelm I. am 9. März 1888 starb, wurden ihm zu Ehren einige Straßen in Wilmersdorf umbenannt. Seine Schlachten gegen die Revolutionäre werden heute anders bewertet. Jetzt stehen diese Straßennamen für die Niederlage der Demokraten.
Nach der Revolution sollte es noch 100 Jahre dauern, bis 1949 mit der Bundesrepublik eine stabile und dauerhafte Demokratie in Deutschland errichtet werden konnte.”

Link zu: Im Schoelerpark, Foto: KHMM
Im Schoelerpark, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Schoelerpark
Der Schoelerpark gehörte ursprünglich als große Parkanlage zum Schoelerschlösschen. Rund um den Park hat seit 1930 Fritz Buck für die Heimstätten AG eine Wohnanlage aus 16 mehrgeschossigen Häusern mit 300 Kleinwohnungen gebaut. Dadurch ist die ehemals bedeutende barocke Parkanlage nicht mehr zu erkennen. Dafür bildet die naturbelassene, mit Buschwerk und alten Bäumen bestandene Wiese eine Oase für Vögel und Insekten.

Wilhelmsaue 126 Schoelerschlösschen
Das sogenannte Schoelerschlösschen ist das älteste Haus im Ortsteil Wilmersdorf. Es wurde 1752 als eingeschossiges Bauernhaus erbaut. Bereits 14 Jahre später baute der Kaufmann Hesse es um zu einem schlichten Herrenhaus über einem auffallend hohen Sockelgeschoss. Außerdem ließ er einen Park hinter dem Haus anlegen. Über die nächsten 100 Jahre gab es mehrere Eigentümerwechsel und kleinere Umbauten. 1893 wurde das Haus von dem bekannten Berliner Augenarzt Heinrich Schoeler erworben. Seine Popularität gab dem Haus den Namen “Schoelerschlösschen”. 1929 kaufte die Heimstätten AG einen Teil des Grundstücks, Park und Haus gingen an die Stadt. In der Nazizeit wurde das schöne Haus verunstaltet: Die Hitlerjugend zog ein, und 1935 wurde es um ein Stockwerk erweitert und umgebaut, obwohl auch die Nazis den historischen Wert des Gebäudes kannten. 1936 wurde hier eine “Heimatschau” eingerichtet. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und Reparatur wurde das Haus von 1946 bis 2003 als Kindertagesstätte genutzt.
Derzeit wird das Haus durch die Stiftung Denkmalschutz Berlin e.V. restauriert. Danach soll darin unter anderem die Bibliothek von Altbundespräsident Johannes Rau als Leihgabe untergebracht werden.
Das Restaurierungskonzept war umstritten: Das Bezirksamt und die Stiftung Denkmalschutz wollen das Haus in seinen barocken Zustand zurückbauen. Landeskonservator Jörg Haspel plädierte dafür, es mit dem 1935 aufgesetzten dritten Geschoss zu restaurieren, aber im Februar 2007 genehmigte die Oberste Denkmalschutzbehörde den Abriss des obersten Stockwerks. Die Sanierung soll ein Jahr dauern. Das Haus bleibt während dieser Zeit geöffnet. Am Ende 2006 wurde der Freundeskreis Schoeler-Schlösschen gegründet, und Ende 2007 eröffnete im Erdgeschoss ein Café des Vereins Lebenswege für Menschen mit und ohne Behinderungen und eine kleine Ausstellung.

Wilhelmsaue
Die Hauptstraße der früheren Dorfgemeinde Wilmersdorf erhielt 1888 in der Mitte eine Grünanlage und den Namen Wilhelmsaue. Davor hieß sie schlicht “Dorfstraße” und kurzzeitig “Wilhelmstraße”.

Nr. 119 Auenkirche
Die Auenkirche ist der Nachfolgebau der abgerissenen ehemaligen Wilmersdorfer Dorfkirche. Die Dorfkirche, die seit 1766 auf dem heutigen Vorplatz der Kirche stand, wurde erst nach Fertigstellung der neuen Kirche abgerissen. Die neue Kirche wurde 1895 bis 1897 von Max Spitta im neugotischen Stil mit aufwendigem, kleinteiligem Dekor als dreischiffige Backstein-Hallenkirche gebaut. Einweihung war am 31.10.1897. 1889 wurde die Orgel von Furtwängler & Hammer aus Hannover eingebaut. Es ist eine bedeutende Großorgel der Jahrhundertwende.
1992 bis 1994 wurde die gesamte Kirche vollständig renoviert. Dank der ausgezeichneten Akustik und der wertvollen Orgel finden hier regelmäßig Konzerte statt. Es gibt Konzertmitschnitte und Schallplatteneinspielungen diverser Berliner Rundfunkanstalten.

Link zu: Am Blissestift, Foto: KHMM
Am Blissestift, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Nr. 116-117 Blissestift
Das Blissestift wurde 1911 als Waisenhaus eröffnet, erbaut aus einer 3-Millionen-Stiftung der Wilmersdorfer Bauernfamilie Blisse. Heute ist es in der Verwaltung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf. Hier ist jetzt die Hortbetreuung für die Comenius-Schule durch den freien Träger Grobi e.V. und eine Betreuungseinrichtung für Autisten untergebracht.

Uhlandstraße
Die 5m hohe Stahlbetonsäule mit farbenfrohen Keramikscheiben wurde 1968 von Susanne Riée geschaffen und heißt “Das Ding”.

Sportplätze (ehemaliger Wilmersdorfer See)
Da wo sich heute die Sportplätze im Verlauf des Volkspark Wilmersdorf befinden, lag bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts der Wilmersdorfer See. Er wurde nach dem ersten Weltkrieg wegen Verlandung und Verschmutzung zugeschüttet.
1879 kaufte der Bauernsohn Otto Schramm am Wilmersdorfer See Land, machte eine Badeanstalt auf und eröffnete ein Restaurant, das sich schnell vom Kaffeegarten zum riesigen Tanzpalast mit großem Biergarten entwickelte. Besonders bei verarmten Adeligen beliebt waren die Töchter der Wilmersdorfer “Millionenbauern”.
Der Schriftsteller Hanns Fechner hat den Tanzsaal am Seebad beschrieben:
“Einer von Schramms Söhnen hatte einen mächtigen Tanzsaal erbaut, wohin die tanzlustigen jungen Berliner gern pilgerten, um mit den Dorfschönen ein Tänzchen zu wagen. Auch manch eine junge Berlinerin zeigte sich wie elektrisiert, wenn es hieß: ‘Karlineken, wat meenste, morjen jehn wa bei Schramm, een danzen.’
Viel, viel Geld, ein Millionensegen hatte sich über die Großbauern während der Gründerjahre dieser Zeit ergossen. Die Bauern hatten ihre sonst so wertvollen Felder an die Eisenbahnverwaltung verkauft, die sie für die Ringbahn brauchte, und an Spekulanten, die eine schnelle Entwicklung der Stadt Berlin und ihrer Vororte erhofften. Selbst der Pfarrer, der das Kirchlein betreute, durfte jetzt über sehr reiche Jahreseinkünfte verfügen, weil auch überschüssiges Kirchenland verkauft werden konnte. Fast über Nacht waren diese Bauern zu Leuten geworden, die nicht wußten, wo sie mit dem vielen Gelde hinsollten…
An den Sonntagen sah man die Dorfschönen … in die schwersten seidenen Stoffe gekleidet, mit kostbarem Schmuck behangen, sich bei Schramms oder Herzsprungs im Tanze drehen. Manch eine Millionenbauerntochter wurde von dort frisch weggeheiratet.”

Schrammstraße: Schrammgaragen
An der Stelle des Seebades Schramm wurde 1925-28 der Schrammblock gebaut, eine der ersten Wohnanlagen mit Tiefgarage. Der Schrammblock befindet sich zwischen der Straße Am Volkspark und der Hildegardstraße.

Hildegardstraße
Die Hildegardstraße wurde 1895 benannt, zuvor hieß sie Seestraße. Für den Namen gibt es zwei Erklärungen: Hildegard Schramm war die Tochter des Grundbesitzers Otto Schramm, über dessen Gelände die Straße führte. Die Theologin, Schriftstellerin und Komponistin Hildegard von Bingen lebte von 1098 bis 1179 und war Äbtissin des von ihr gegründeten Benediktinerinnen-Klosters auf dem Rupertsberg bei Bingen. Von katholischen Gläubigen wird Hildegard von Bingen als Heilige verehrt. Deshalb ist es durchaus möglich, dass Hildegard Schramm ihren Vornamen Hildegard von Bingen zu verdanken hat. Dann stimmen beide Erklärungen.

Koblenzer Straße
Die Straße wurde 1892 nach der rheinland-pfälzischen Stadt benannt.
Nr. 3 Adventhaus
Das Adventhaus wurde 1925-27 von dem Architekten Jakob als Stahlbetonbau errichtet und am 22.1.1927 als Kirchengebäude der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten mit 1200 Plätzen eingeweiht. Darin befindet sich auch die Verwaltung der zahlreichen Berliner Adventgemeinden, der Sitz des Advent-Wohlfahrtswerkes Berlin und weitere Einrichtungen.

Nr.24 Birger-Forell-Grundschule
Das Schulgebäude wurde 1911 von Otto Herrnring und Philipp Nitze als 4. Wilmersdorfer Gemeindeschule erbaut. Es zeigt Anklänge an die niederländische Renaissance. 1963 wurde die Schule nach Birger Forell benannt, dem Pfarrer der Schwedischen Kirche, der sich für Verfolgte, Kriegsgefangene und Flüchtlinge einsetzte.

Detmolder Straße
Die Straße wurde 1911 nach der nordrhein-westfälischen Kreisstadt benannt. Davor hieß sie Ringbahnstraße.

Nr.17/18 Vater-Unser-Kirche
Die Vater-Unser-Kirche wurde 1959-1961 von Werner March errichtet, dem Architekten des Olympiastadions. Die Kirche ist ein verklinkerter Zentralbau mit einem freistehenden Turm an der Blissestraße. Sie wurde am 18.3.1961 eingeweiht. Das Gemeindehaus zwischen Kirchenbau und Turm stammt von 1912.

Blissestraße
Wenn wir jetzt unter dem Stadtring und dem S-Bahn-Ring hindurchgehen, verlassen wir die Wilmersdorfer Innenstadt und kommen in das Rheingau-Viertel, in dem fast alle Straßen nach rheinischen Orten benannt sind.

Spessartstraße
Die Spessartstraße wurde 1909 nach dem deutschen Mittelgebirge benannt.
Das “rheinische Viertel” wurde um 1910 von dem Direktor der Terrain-Gesellschaft Berlin-Südwest, Georg Haberland, als “Gartenterrassenstadt Wilmersdorf” geplant. Mit dem Bau der Häuser wurde in den Jahren bis 1915 begonnen. Nach dem Ersten Weltkrieg in den 20er Jahren wurde die Siedlung erweitert. Die Wohnsiedlung gilt als vorbildliche Frühform aufgelockerter Bauweise im Grünen. Wie man hier in der Spessartstraße schön sehen kann, haben alle Wohnhäuser grüne Vorgärten, die zur Straße hin abfallen. Deshalb wurde die Siedlung “Gartenterrassenstadt” genannt.
Seit 1866 galt innerhalb des S-Bahn-Ringes der sogenannte Hobrecht-Plan, nachdem die dicht bebaute Berliner Innenstadt entstand. Für die fünfstöckigen Mietshäuser galt lediglich die Regel, dass in den Innenhöfen eine Feuerspritze wenden können musste. Entsprechend eng wurde oft gebaut. Um 1900 wurde diese Bebauung heftig wegen der gesundheitsgefährdenden Verhältnisse mit wenig Licht und Durchlüftung kritisiert. Man sprach von der Mietskasernenstadt. Alternativen außerhalb des S-Bahn-Ringes gab es zunächst nur für die Reichen in Form von Landhaus- und Villensiedlungen wie Lichterfelde oder Westend.
Hier, direkt am S-Bahn-Ring ließ Georg Haberland nun erstmals eine Groß-Siedlung entstehen, deren Mietwohnungen in Luft und Sonne auch für Menschen aus der Mittelschicht erreichbar waren. Diese “Gartenterrassenstadt Wilmersdorf” wurde zum Vorbild für viele ähnliche Siedlungen der 20er Jahre.

Link zu: Am Rüdesheimer Platz, Foto: KHMM
Am Rüdesheimer Platz, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Rüdesheimer Platz
Im Bereich des Rüdesheimer Platzes wird derzeit auf dem Mittelstreifen der U-Bahn-Eingang nach dem historischen Vorbild wiederhergestellt.
Am 18. Mai 2006 wurde das rekonstruierte Café Achteck eröffnet. Es entspricht äußerlich den historischen Berliner Pissoirs um 1900, ist im innern aber eine moderne, von der Firma Wall AG betriebene öffentliche Toilettenanlage.
Der Rüdesheimer Platz wurde 1909 benannt. Er bildet das Zentrum des Rheingauviertels. Die Wohnhäuser rund um den Platz wurden 1910 – 1914 nach einheitlichen Plänen von Paul Jatzow errichtet im Stil einer englischen Landhaussiedlung, aber in geschlossener Bauweise mit hohen Dächern, zum Teil unsymmetrischen Erkern und tiefen Vorgärten. Diese und viele andere Wohnhäuser im “Rheingau” stehen unter Denkmalschutz.

Siegfried-Brunnen
Der Brunnen nimmt Bezug auf das rheinische Viertel. Er wurde 1911 von Emil Cauer aus Sandstein geschafften und zeigt Siegfried als Rosselenker, flankiert von Rhein und Mosel in menschlicher Gestalt.

Rheingauer Weinbrunnen
Der Rheingauer Weinbrunnen wird hier bereits im 42. Jahr veranstaltet. Er ist Teil unsere Partnerschaft mit dem Landkreis Rheingau-Taunus. Sie begann bereits 1972 als Patenschaft der Rheingauer für den damaligen Bezirk Wilmersdorf und wurde 1991 offiziell in eine Partnerschaft verwandelt.
Bis zum 15. September bieten am Weinbrunnen täglich ab 15.00 Uhr Winzer aus dem Partnerlandkreis Rheingau-Taunus ihre Weine und Sekte an: heute zum letzten Mal das Weingut Basting aus Winkel, vom 13. Juli bis zum 1. August und vom 24. August bis zum 14. September Wilhelm Nikolai aus Erbach, und vom 2. bis zum 23. August Ferdinand Abel aus Oestrich.
Am Weinbrunnen kann man den Wein nicht nur genießen und einkaufen, sondern im Gespräch mit erfahrenen Winzern auch eine Menge dazu erfahren und lernen.
Zur Partnerschaft gehört auch seit 1984 der Weinberg im Stadion Wilmersdorf mit Rebstöcken aus dem Rheingau-Taunus, aus denen die Wilmersdorfer Rheingauperle entsteht. Erste Ernte war im Herbst 1986.

Wettbewerb “Schön gedeckter Tisch”
Mit dem Weinbrunnen verbinden wir in diesem Jahr zum zweiten Mal den Wettbewerb “Schön gedeckter Tisch”. Wer seinen Tisch beim Weinbrunnen besonders schön gedeckt hat, kann bis zum 31. August ein Foto an mein Büro im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin schicken oder es dort abgeben, bitte nur als Papierfoto, nicht digital. Eine unabhängige Jury wird die Fotos begutachten und am letzten Weinbrunnentag am 14.9.2008 die Gewinner bekannt geben. Als Preise gibt es wertvolle Weine aus dem Rheingau und einige Flaschen der “Wilmersdorfer Rheingauperle”.

Konzert
Heute freue ich mich ganz besonders, Ihnen ein Konzert mit dem Gladsaxe Harmoni Orkester aus unserer dänischen Partnerstadt Gladsaxe ankündigen zu können. In dem renommierten Blasorchester spielen 30 Jugendliche unter der Leitung von Poul Thaarup.