Stolpersteine Helmstedter Straße 25

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Hausansicht Helmstedter Str. 25
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Diese Stolpersteine wurden von der Hausgemeinschaft gewünscht und gespendet und am 14.11.2016 verlegt.

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Stolperstein Paul Goldschmidt
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
PAUL GOLDSCHMIDT
JG. 1902
DEPORTIERT 14.11.1941
MINSK
ERMORDET

Paul Goldschmidt wurde am 14. August 1902 in Homberg (Hessen) geboren. Er war der Sohn von Moritz und Henriette. Er hatte mindestens zwei Geschwister, Asher und Margret, die der Judenverfolgung in Nazideutschland entkommen konnten. Selbst blieb er unverheiratet. Er war 1939 in der Helmstedter Straße 25 als Untermieter von K. Jacobsohn registriert, wo jedoch zu diesem Zeitpunkt niemand dieses Namens mehr gemeldet war. Kurz vor seiner Deportation musste Paul Goldschmidt zwangsweise in die Prinzregentenstraße 77 umziehen. Er musste sich in der nicht mehr intakten Synagoge Levetzowstraße melden, bevor er am 14. November 1941 vom Bahnhof Grunewald in einem Güterzug nach Minsk deportiert wurde. Dort ist er ins Ghetto eingeliefert worden, wo er ermordet wurde. Sein Bruder gab den 31. Oktober 1941, seine Schwester den 10. April 1943 als Todestag an.

Ein Bruder Asher Goldshmidt aus Israel und eine Schwester Margret Grundmann geb. Goldschmidt aus Newark (USA) reichten 1955 und 1977 bei der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem Gedenkblätter für Paul Goldschmidt ein.

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Stolperstein Hilde Heller
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

HIER WOHNTE
HILDE HELLER
GEB. ANKER
JG. 1905
DEPORTIERT 3.2.1943
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Hilde Heller geb. Anker wurde am 2. Mai 1905 in Berlin geboren. Sie wohnte zum Zeitpunkt der Volkszählung am 17. Mai 1939 in der Helmstedter Straße 25 neben Paul Goldschmidt als Untermieterin bei K. Jacobsohn, die allerdings zu dieser Zeit wohl nicht mehr am Leben war. Kurz vor ihrer Deportation wurde Hilde Heller in die Küstriner Straße, die heutige Damaschkestraße, 20 umgesiedelt und musste sich in der Sammelstelle Große Hamburger Straße 26, einem ehemaligen jüdischen Altersheim, registrieren lassen. Am 3. Februar 1943 wurde sie in einem Zug der Reichsbahn vom Güterbahnhof Moabit nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie ermordet worden.

Texte: Stolpersteine-Initiative