Stolpersteine Bayerische Straße 5

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Hausansicht Bayerische Str. 5
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Diese Stolpersteine wurden am 19.10.2009 verlegt.

Link zu: Stolperstein Gertrud Graetz
Stolperstein Gertrud Graetz
Bild: Wolfgang Knoll

HIER WOHNTE
GERTRUD GRAETZ
JG. 1878
DEPORTIERT 27.11.1941
RIGA
ERMORDET 30.11.1941

Gertrud Graetz wurde am 10. September 1878 in Berlin geboren. Sie war als Schneiderin tätig. Zusammen mit ihrer etwas jüngeren Schwester Bertha, die mit ihr in der Bayerischen Straße 5 wohnte, führte sie im gleichen Haus einen Modesalon für Damen. Beide waren nicht verheiratet. Als Untermieterin war Frieda Wollenberg gemeldet.
Gemeinsam mit Bertha Graetz wurde sie zunächst in die Sammelstelle an der Levetzowstraße 7/8, eine frühere Synagoge, gebracht. Von dort wurde sie am 27. November 1941 nach Riga deportiert und nach Ankunft am 30. November 1941 im Wald von Rumbula ermordet.

Link zu: Stolperstein Bertha Graetz
Stolperstein Bertha Graetz
Bild: Wolfgang Knoll

HIER WOHNTE
BERTHA GRAETZ
JG. 1879
DEPORTIERT 27.11.1941
RIGA
ERMORDET 30.11.1941

Bertha Graetz wurde am 20. Dezember 1879 in Berlin geboren. Sie war unverheiratet, von Beruf Damenschneiderin und Inhaberin eines Modesalons, den sie in ihrer Wohnung gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Gertrud hatte.
Beide Schwestern wurden aus ihrer gemeinsamen Wohnung Bayerische Straße 5 in die Sammelstelle an der Levetzowstraße 7/8, eine frühere Synagoge, abtransportiert. Dann wurden sie am 27. November 1941 nach Riga deportiert und dort nach Ankunft des Zuges, der auf dem Güterbahnhof Moabit gestartet war, am 30. November 1941 im Wald von Rumbula ermordet.

Noch drei Frauen aus diesem Haus wurden Opfer der Shoa: Lucie (geboren 1882) und Ellen Martha (geboren 1904) Simonsohn sowie Frieda Wollenberg (geboren 1872), die Untermieterin bei den Schwestern Graetz war.

Text: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf. Quellen: Bundesarchiv, Adressbuch/Branchenbuch, Deportationsliste.