Stolperstein Wittelsbacher Straße 34

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Hausansicht Wittelsbacher Str. 34
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

Dieser Stolperstein wurde am 29.03.2008 verlegt.

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Stolperstein für Wilhelm Moll
Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Knoll

HIER WOHNTE
WILHELM MOLL
JG. 1900
IM WIDERSTAND
VERHAFTET 8.7.1944
ZUCHTHAUS BRANDENBURG
FLUCHT IN DEN TOD
11.8.1944

Wilhelm Moll wurde am 1. Oktober 1900 in Schwäbisch-Hall geboren. Er war Arbeiter bei dem Elektronik-Unternehmen Siemens & Halske AG in Berlin und Mitglied der KPD.

Wilhelm Moll gehörte zur kommunistischen Widerstandsgruppe um Anton Saefkow, Franz Jacob und Bernhard Bästlein, einer der größten Widerstandsorganisationen aus der Arbeiterbewegung gegen die nationalsozialistische Diktatur. Die drei verstanden sich auch als KPD-Bezirksleitung im Untergrund, deren erweitertem Vorstand Wilhelm Moll angehörte.

Er war einer der Instrukteure, die damit beauftragt waren, Betriebe mit Flugschriften und anderen Materialien zu versorgen und Reaktionen und Informationen zurückzutragen. Diese Aufgabe hatte Wilhelm Moll, der dadurch stets in Lebensgefahr schwebte, bei Siemens & Halske zu erfüllen. In diesem Unternehmen wurden, auch von Zwangsarbeitern, Militär- und Rüstungsgüter hergestellt.

Zur Jahreswende 1943/44 geriet die Gruppe ins Visier der Geheimen Staatspolizei, der gefürchteten Gestapo. Nachdem Bästlein, Saefkow und Jacob festgenommen waren, rollte eine Verhaftungswelle an. In mehreren Prozessen wurden sie vom Volksgerichtshof verurteilt.

Wilhelm Moll wurde am 8. Juli 1944 verhaftet und in Untersuchungshaft im Zuchthaus Brandenburg genommen. Dort wurde er am 11. August 1944 in seiner Zelle erhängt aufgefunden.

Zum Gedenken an die 104 Toten der Saefkow-Jacob-Bästlein-Widerstandsgruppe sind in Berlin zahlreiche Stolpersteine verlegt worden.

Stolperstine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf