Stolpersteine Wilhelmsaue 5

Link zu: Wilhelmsaue 4-5a, 13.3.2013
Wilhelmsaue 4-5a, 13.3.2013
Bild: Bezirksamt, KHMM

Diese Stolpersteine wurden am 29.11.2005 an der Wilhelmsaue 4/5/5a verlegt. Das einstige Haus mit der Nummer 5 steht nicht mehr.

Link zu: Stolperstein für Ella Jacobowitz
Stolperstein für Ella Jacobowitz
Bild: BA, Götz

HIER WOHNTE
ELLA JACOBOWITZ
GEB. HEFTER
JG. 1886
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Ella Jacobowitz geb. Hefter, ist am 07. August 1886 in Berlin geboren. Sie lebte mit drei gleichnamigen Jacobowitz’ im Haus Wilhelmsaue 5.

Link zu: Stolperstein für Jenny Jacobowitz
Stolperstein für Jenny Jacobowitz
Bild: BA CW, Götz

HIER WOHNTE
JENNY
JACOBOWITZ
JG. 1891
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Jenny Jacobowitz, wurde am 21. Juni 1891 in Berlin geboren. Bei der Volkszählung am 17. Mai 1939 wurde sie als „staatenlos“ eingruppiert. Ein Grund dafür ist nicht erkennbar.

Link zu: Stolperstein für Ludwig Jacobowitz
Stolperstein für Ludwig Jacobowitz
Bild: BA, Götz

HIER WOHNTE
LUDWIG
JACOBOWITZ
JG. 1881
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Ludwig Jacobowitz, ist am 20. Juni 1881 in Berlin geboren. Er war wahrscheinlich ein jüngerer Bruder von Jenny Jacobowitz. Vielleicht war er der Ehemann von Ella Jakobowitz.

Link zu: Stolperstein für Julius Jacobowitz
Stolperstein für Julius Jacobowitz
Bild: BA, Götz

HIER WOHNTE
JULIUS
JACOBOWITZ
JG. 1887
DEPORTIERT 1942
ERMORDET IN
AUSCHWITZ

Julius Jacobowitz, ist am 2. April 1887 in Berlin geboren. Seine Staaatsangehörigkeit wurde 1939 mit „DR“, das hieß: Deutsches Reich, angegeben. Im Adressbuch 1939 war er als einziger dieser vier mit dem Zusatz „Innenarchitekt“ eingetragen. Da sich die anderen drei dieses Nachnamens nicht öffentlich registrieren ließen, ist über ihre Berufe nichts zu erfahren.

Alle vier – vermutlich ein Ehepaar und zwei Geschwister – wurden gemeinsam zunächst in das Sammellager Große Hamburger Straße 26, kurz vorher noch ein jüdisches Altenheim, gebracht und dann am 9. Dezember 1942 nach Auschwitz deportiert, wo sie in einer der Gaskammern von Birkenau ermordet worden sind. So wurde eine gesamte Familie von den deutschen Nationalsozialisten vernichtet.

Als Untermieterin bei Jacobowitz war 1939 Anna Michalowski, geboren am 24. Juli 1869 in Rastenburg (Ostpreußen) registriert. Die alte Dame ist am 20. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 28. Februar 1943 umgebracht worden.

Link zu: Stolperstein für Hedwig Nathan
Stolperstein für Hedwig Nathan
Bild: BA, Götz

HIER WOHNTE
HEDWIG NATHAN
JG. 1870
DEPORTIERT 1941
LODZ
ERMORDET 1.2.1943
THERESIENSTADT

Hedwig Nathan ist am 18. März 1870 in New York geboren. Wer ihre Eltern waren und warum und wann sie nach Berlin ging, ist nicht mehr herauszufinden. Im Adressbuch von 1939 war als Bewohnerin des Hauses Wilhelmsaue 5 in Wilmersdorf “Nathan, H. Frl.“ eingetragen. Im Volkszählungsregister vom 17.5.1939 stand der Zusatzvermerk: „Zugehörigkeit zum Dt. Reich steht nicht fest, da in USA geboren“. Außer ihr wohnten in dem Haus ein jüdisches Ehepaar und eine Jüdin, die ebenfalls 1942 deportiert worden sind.

Für Hedwig Nathan, deren Beruf zu dieser Zeit mit “ohne“ angegeben wurde, kam der Tag ihrer Abholung im September 1942. Am 23. September 1942 wurde sie, nachdem sie sich in der Sammelstelle Großen Hamburger Straße 26 hatte registrieren lassen müssen, vom Anhalter Bahnhof nach Theresienstadt deportiert. Auf dem Stolperstein wurde fälschlich Lodz als Deportationsziel angegeben. In diesen Zug wurden 100 Menschen getrieben. Hedwig Nathan wurde am 1. Februar 1943 umgebracht.

In dem vom Ältestenrat Theresienstadt ausgestellten Totenschein wurde von den Ärzten “Erysipelas=Rotlauf“, eine Hautentzündung, als den Tod verursachende Krankheit angegeben. Hedwig Nathan war 72 Jahre alt.

Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf, Quellen: Bundesarchiv, Adressbuch, Deportationsliste, Opferdatei Theresienstadt

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Stolperstein für Rosalie Treister
Bild: BA, Götz

HIER WOHNTE
ROSALIE TREISTER
GEB. RYPLOWIAK
JG. 1877
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET IN
TREBLINKA

Rosalie Treister geb. Rykliowicz (Bundesarchiv-Gedenkbuch) oder Ryplowiak ist am 15. April 1877 in Berlin geboren. Sie wurde am 24. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 26. September 1942 in Treblinka ermordet.

Texte: Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf, Aufzeichnungen von Wolfgang Knoll. Schlussfolgerungen ergaben sich aus den vorliegenden Angaben, die allerdings unvollständig waren.