Gedenktafel für Alfred Döblin

Link zu: Kaiserdamm 28, 26.1.2012, Foto: KHMM
Kaiserdamm 28, 26.1.2012, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Die Berliner Gedenktafel (Porzellantafel der KPM) an dem Haus Kaiserdamm 28 wurde am 13.5.2003 enthüllt. Nachdem die Tafel am 14.3.2005 gestohlen worden war, wurde ein Duplikat angebracht.

Link zu: Gedenktafel für Alfred Döblin, 26.1.2012, Foto: KHMM
Gedenktafel für Alfred Döblin, 26.1.2012, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

BERLINER GEDENKTAFEL

In diesem Hause wohnte und praktizierte als Arzt
von 1930 bis 1933
ALFRED DÖBLIN
10.8.1878-26.6.1957
Schriftsteller, Dramatiker, Essayist
Er emigrierte aus Hitler-Deutschland am Tag
nach dem Reichstagsbrand
Seine Werke – darunter der Roman “Berlin Alexanderplatz”
fielen der Bücherverbrennung zum Opfer

Gefördert aus Mitteln der Stiftung Preußische Seehandlung

Kopie der Originaltafel

Link zu: Kaiserdamm 28, 26.1.2012, Foto: KHMM
Kaiserdamm 28, 26.1.2012, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Alfred Döblin war einer der wenigen Schriftsteller der Weimarer Republik, den es nicht in den Berliner Westen zog. Er bekannte sich zum Osten. Bis 1930 lebte und praktizierte er als Kassenarzt in einer Wohnung an der Frankfurter Allee 340 in Friedrichshain. Nachdem 1929 sein erfolgreichster Roman “Berlin Alexanderplatz” erschienen war, konnte er sich eine größere Wohnung leisten, und seine Frau Erna drängte ihn zum Umzug in die Achtzimmerwohnung am Kaiserdamm 28. Widerwillig gab Alfred nach, und im Januar 1931 wurde der Umzug in die “vornehmste Bourgeoisiegegend des Berliner Westens” vollzogen, wie es in einer Glosse im “Bücherwurm” hieß. Das gutbürgerliche Milieu in Charlottenburg gefiel Döblin nicht. Er mietete für Anfang 1933 eine Wohnung in Neukölln, Hasenheide 83, in die er nach der Machtübernahme Hitlers jedoch nicht mehr einzog. (vgl. Wilfried F. Schoeller: Döblin, München 2011, S.370f)