Spreekieker mit Gedenktafel für Alfred Braun

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Spreekieker, 6.2.2014, Foto: Finya Jürgens Bild: Bezirksamt

Die Skulptur von Gertrud Bergmann wurde 1982 zur Erinnerung an Alfred Braun am Spreeufer nahe Iburger Ufer Ecke Arcostraße gegenüber dem Kraftwerk Charlottenburg aufgestellt. Am Betonsockel ist eine Gedenktafel für Alfred Braun angebracht.
1924 begann Brauns Tätigkeit beim Funk, zunächst als Sprecher, später auch als Regisseur. In die Rundfunkgeschichte eingegangen sind seine Live-Reportagen von der Trauerfeier für Reichsaußenminister Gustav Stresemann (6. Oktober 1929) und der Verleihung des Nobelpreises für Literatur an Thomas Mann (10. Dezember 1929). Die Machtübernahme der Nationalsozialisten beendete 1933 vorläufig Brauns Karriere. Obwohl er zeitweilig inhaftiert und nach seiner Entlassung in die Schweiz übergesiedelt war, kehrte Alfred Braun 1939 nach Deutschland zurück. Während des Zweiten Weltkriegs war er unter anderem bei Veit Harlan Regieassistent bei seinem antisemitischen Film “Jud Süß”. Danach verfasste er für ihn Drehbücher zu den Filmen “Die goldene Stadt”, “Opfergang”, “Immensee” und “Kolberg”.
Nach Kriegsende hatte Alfred Braun Erfolg als Hörspiel- und Filmregisseur, unter anderem 1953 mit dem Zarah Leander-Film “Ave Maria” 1954 wurde er zum ersten Intendanten des neugegründeten Sender Freies Berlin gewählt. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Heerstraße .

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Gedenktafel am Spreekieker, 6.2.2014, Foto: Finya Jürgens Bild: Bezirksamt

“Der Spreekieker”
zur Erinnerung an
Alfred Braun 3.5.1888-3.1.1978
den ersten deutschen
Rundfunksprecher

Skulptur von Gertrud Bergmann