Ehem. Müllverladestation

Link zu: Ehem. Müllverladestation, 28.9.2011, Foto: KHMM
Ehem. Müllverladestation, 28.9.2011, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Baudenkmal
Das Gebäude am Zusammenfluss von Spree, Landwehrkanal und Charlottenburger Verbindungskanal wurde 1935/36 von Paul Baumgarten errichtet und ist ein der herrschenden Bau-Ideologie der NS-Zeit zuwiderlaufendes Beispiel vom Fortleben des Neuen Bauens in den 1930er Jahren. Das an der Spree gelegene Müll-Zwischenlager mit zwei Ebenen erinnert an ein Frachtschiff. Die teilverklinkerte Halle wird von einer über dem Wasserspiegel liegenden Rampe zum Anfahren und Entleeren der Mülltransporter weitläufig umgeben.

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Ehem. Müllverladestation, 28.9.2011, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Die Anlage galt als vorbildlich, da die Müllfahrzeuge in ununterbrochener Reihenfolge in die Halle einfahren, ihre Ladung durch Schütttrichter in einen darunter liegenden 600-t-Kahn entleeren, wenden und das Gelände ohne Gegenverkehr verlassen konnten.
Die Anlage wurde 1954 stillgelegt und zunächst als Depot für Straßenreinigung genutzt. Heute dient das Gebäude als Architekturbüro der Firma Kleihues + Kleihues des 2004 verstorbenen prominenten Berliner Architekten Joseph P. Kleihues. Es wird von seinem Sohn Jan Kleihues und Norbert Hensel weiter geführt.