Charlottenburger Tor

Charlottenburger Brücke mit Tor und Kandelabern

1857 baute August Stüler an der vormaligen Charlottenburger Chaussee, im Bereich der Charlottenburger Brücke über den Landwehrkanal ein Steuereinnahmehäuschen.
Es wurde 1907 abgerissen.
Daraufhin errichtete Bernhard Schaede 1907-08 das Charlottenburger Tor als Stadteingang und Pendant zum Brandenburger Tor.

Charlottenburger Tor mit Kandelaber

An der Ostseite der Brücke entstand eine kolonnadenartige Toranlage mit überlebensgroßen Bronzestandbildern des Stadtgründers Friedrich I., mit Szepter und Hermelin sowie Sophie Charlottes, mit dem Modell des Charlottenburger Schlosses von Heinrich Baucke auf der dem Tiergarten zugewandten Seite (1909). Außerdem trug die Mauer allegorische Bronzeskulpturen von Georg Wrba auf den Pfeilern.
Die Westseie der Brücke zierten zwei große Kandelaber.
1937 wurden die beiden Flügel des Tores im Zuge des Ausbaus der Ost-West-Verbindung zur nationalsozialistischen Via Triumphalis von ursprünglich 20 Meter auf 34 Meter weiter auseinandergerückt.

Sophie Charlotte am nördlichen Flügel des Charlottenburger Tores

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Kandelaber und Teile der Torflügel zerstört.
Von Ende 2004 bis zum Frühjahr 2007 wurde das Tor durch die Stiftung Denkmalschutz Berlin aufwändig saniert und restauriert, finanziert durch die Firma Samsung, die an der Rüstung mit Megapostern für sich warb.

In der Brücke, die beide Torflügel verband, war die Baustelleneinrichtung untergebracht. Im Februar 2007 wurde die Sanierung abgeschlossen. Anfang 2007 übergab das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf das Charlottenburger Tor bis 2021 zur kostenlosen Nutzung an die Stiftung Denkmalschutz Berlin.

Anschließend wurde das steinerne Brückengeländer saniert. Und die beiden 20 Meter hohen Kandelaber auf der anderen Seite der Charlottenburger Brücke mit den jeweils acht Bogenlampen, wurden wiederhergestellt und am 27.06.2010 feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Die von Albert Speer entworfenen Leuchten wurden entfernt. Auch diese Folgebaumaßnahme wurde durch Werbung mit Megapostern an der Kandelaberbaustelle finanziert.

Friedrich I. am südlichen Flügel des Charlottenburger Tores