Wald-Grundschule

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Wald-Grundschule 12.10.2011, Foto: BK Bild: Bianca Kabot (BA Pressestelle)

Die Gründung der Waldschule geht auf die 1904 von Stadtschulrat Hermann Neufert und dem Kinderarzt Prof. Dr. Bendix verfasste Schrift “Gründung einer Waldschule für Gemeindeschulkinder” zurück. Am 01.08.1904 nahm sie ihren Betrieb mit 95 Kindern und vier Lehrern auf. Zunächst befand sie sich in einer Schul- und einer Wirtschaftsbaracke am Sachsenplatz (dem heutigen Brixplatz). Bald wurde das Gebäude zu klein und man zog 1905 auf ein Gelände am Spandauer Damm zwischen Park Ruhwald und Krankenhaus Neuwestend (heutiges Kleingartengelände) um. 1910 stellte die Stadt Charlottenburg 60.000 qm am heutigen Standort zur Verfügung. Die Holzhäuser wurden abgebaut, dorthin verlegt und wiedererrichtet. Hier wurden 260 Schüler von einem Rektor und neun Lehrern bzw. Lehrerinnen unterrichtet. Ziel des Schulbesuchs war es, gesundheitlich angegriffenen Kindern (aufgrund des Mangels an frischer Luft und Bewegung) durch ärztliche Betreuung und den Aufenthalt an der frischen Luft eine Verbesserung und Stabilisierung ihrer gesundheitlichen Verfassung zu ermöglichen, damit sie später wieder in ihren Stadtschulen weiterunterrichtet werden konnten, ohne ständig krank zu sein. Die Kinder wurden von Schulärzten ausgesucht und von Krankenschwestern betreut.
Die Wald-Grundschule liegt in einem großen Waldgelände am Beginn des Forstes Grunewald und ist auf sechs pavillonartige Schulgebäude verteilt. Zur Schule gehören eine große Sporthalle, zwei große Spielplätze, ein Schulgarten mit Teich, zwei Bolzplätze und zwei Freiluftklassen. Zur Schulanlage gehören außerdem das Verwaltungsgebäude, die Turnhalle, sowie ein großer Musiksaal mit Bühne. Das Gelände umfasst mindestens eine Fläche von 33.000 Quadratmetern. Bis zum Ersten Weltkrieg war die Schule eine reine Sommerschule (Ostern bis Weihnachten). Ab 1918 war sie eine ganzjährig geöffnete Ganztagsschule. 1928 begann der Ausbau der Waldschule in dem damals zeitgemäßen Pavillonstil. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die bei Bombenangriffen beschädigten Häuser repariert. Deshalb wurden die alten Holzhäuser abgerissen und Neubauten errichtet. Inzwischen war die Waldschule zu einer gewöhnlichen Grundschule mit einem Einschulungsbezirk geworden. Ab 1950 bis Anfang der 70er Jahre erfolgte durch das Hochbauamt Charlottenburg die bauliche Instandsetzung der Waldschule in Verbindung mit der Modernisierung und Erweiterung durch Steinbauten. 1968 erhielt die Wald-Volksschule offiziell den Namen “Wald-Grundschule”.