Walther-Rathenau-Gymnasium

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Walther-Rathenau-Gymnasium, 6.7.2013, Foto: Raimund Müller
Bild: Raimund Müller

Die 1902-1903 für das damalige Realgymnasium zu Grunewald von Zaar & Vahl erbaute dreigeschossige zweiflügelige Anlage trug ab 1919 die Bezeichnung Grunewald-Gymnasium und wurde 1946 nach dem jüdischen Industriellen und Außenminister der Weimarer Republik, Walther Rathenau (1867-1922) benannt, der unweit der Schule ermordet wurde, wo ein Gedenkstein an ihn erinnert. 1988 wurde zur Erinnerung an die zahlreichen Schüler, die ab 1933 die Schule hatten verlassen müssen, ein Ginkgobaum gepflanzt und eine Gedenktafel angebracht. Weitere Gedenktafeln gelten ebenfalls ehemaligen Schülern: den in den beiden Weltkriegen Gefallenen und verschiedenen später hingerichteten Teilnehmern des Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944.

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Walther-Rathenau-Oberschule 02.11.2011, Foto: BK
Bild: Bianca Kabot (BA Pressestelle)

Das für die pädagogische Ausrichtung der Schule charakteristische breitgefächerte Unterrichtsangebot, das Begabungen und Neigungen der Schüler stärker als üblich berücksichtigt, geht auf die 1920er Jahre zurück.
1928 wurde der von Walter Bettenstedt errichtete Erweiterungsbau in der Herbertstraße bezogen. Ende der 1950er (60er) Jahre stellte das Hochbauamt Wilmersdorf den im Zweiten Weltkrieg zerstörten Turnhallen-Aula-Trakt in der Caspar-Theyß-Straße vereinfacht wieder her.