Die Pfalzburger - Suchtklinik des Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V.

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Pfalzburger Straße 38, 20.5.2008, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

Am 8.5.2009 wurde auf dem Gelände des ehemaligen Frauenkrankenhauses Pfalzburger Str. 38 die neue Suchtklinik des Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V. unter dem Namen “Die Pfalzburger” eröffnet. Am 7.5.2008 wurde Richtfest gefeiert, der Umbau des historischen Krankenhausgebäudes wurde im Januar 2009 abgeschlossen, und die ersten Patienten zogen ein.
Der Frauenarzt Dr. Bruno Bohl aus der Drakestraße 10 in Groß Lichterfelde kaufte das Grundstück Pfalzburger Str. 35-38 und errichtete hier 1904-1906 eine Frauenklinik. Architekt war Guillaume Armand. 1906 wurde die Frauenklinik eröffnet. Der Architekt Otto Grossmann baute 1925 den “Südbau” als OP-Anbau. Von 1934 bis 1958 war die Krankenversicherungsanstalt Berlin Eigentümer des Krankenhauses. 1958 wurde es von der AOK übernommen und bis 1987 betrieben. Am 30.9.1987 wurde der Krankenhausbetrieb eingestellt. 1988 erwarb der damalige Bezirk Wilmersdorf das Gebäude von der AOK, um eine Kita, eine Jugendfreizeitstätte und andere soziale Einrichtungen darin unterzubringen. 1991 wurde ein Spielplatz eingerichtet. Danach nutzte die Senatsverwaltung für Soziales und Gesundheit das Gebäude bis 1998 als Asylbewerberheim für kinderreiche Familien. Danach übernahm der Bezirks Wilmersdorf Haus und Grundstück wieder, scheiterte aber mit seinen Nutzungsabsichten: Für die Volkshochschule reichte die Statik nicht aus, ein Umbau wäre zu teuer gewesen. Für ein Nachbarschaftszentrum fand sich kein finanzkräftiger Träger. Nachdem sich die BVV im Juni 2000 für eine soziale Nutzung des Objektes ausgesprochen hatte, entschloss sich der Bezirk 2001 dazu, das Erbbaurecht an das Drogenhilfeprojekt Tannenhof zu geben.