Aschinger-Haus

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Aschinger-Haus, 11.7.2012 Bild: Raimund Müller

Die aus Schwaben stammenden Brüder August und Karl Aschinger hatten 1892 in der Nähe des Spittelmarktes ihre erste “Aschingers Bierquelle” eröffnet, eine Stehbierhalle nach dem Prinzip “billig und schnell”. Bald machten die Aschingers eine Reihe von Filialen auf, meist im Umfeld der großen Bahnhöfe, unter anderem auch in der Joachimstaler Straße gegenüber dem Bahnhof Zoo. Diese wurde 1943 bei einem Luftangriff zerstört, am 15.2.1950 wieder eröffnet.
1969 verkauften die Aschinger-Erben das Grundstück an die Firma Protos, die nach Entwürfen des Architekten Dietrich Garski bis 1973 für 26 Mio DM das neue Aschinger-Haus errichten ließ. Mieter wurden zunächst unter anderem Dietrich Garski, ein Aschinger-Restaurant und das Bekleidungshaus Leineweber, das bereits 1955 im Nebengebäude eine Filiale eröffnet hatte. Bis Ende 2010 befand sich in dem Haus auch das legendäre Restaurant Holst am Zoo.
Wegen Zahlungsunfähigkeit der Protos KG wurde das Haus 1976 zwangsversteigert. Auch Aschinger schloss am 1.10.1976. Dietrich Garski kaufte das Haus für 12,8 Mio DM und verkaufte es noch im gleichen Jahr an die Freiherr von Hardenberg Grundstücksgesellschaft, die den Architekten Hinrich Baller mit dem Umbau beauftragte. Schließlich übernahm die IVG-Tochter Botag das Gebäude.
2014 wurde bekannt, dass die US-Amerikanische Investorenfirma Hines das Gebäude abreißen und auf den Grundstücken ein neues Geschäftshaus bauen will. Am 12.11.2014 präsentierte die Firma ihre Pläne für den Neubau eines sechsstöckigen Geschäftshauses, das bis Ende 2016 fertiggestellt werden soll. Entlang der Straße soll eine 150 Meter lange Schaufensterfront entstehen.