Breitscheidplatz

Link zu: Auguste-Viktoria-Platz um 1935, Foto: Landesarchiv Berlin
Auguste-Viktoria-Platz um 1935, Foto: Landesarchiv Berlin Bild: Landesarchiv Berlin

Gesamtanlage mit Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche unter Denkmalschutz
Der Platz wurde 1889 gemäß dem Hobrechtplan von 1862 als “Gutenbergplatz” angelegt, 1892 umbenannt in “Auguste-Victoria-Platz” und 1895 nach der Errichtung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche umgestaltet . Einen Eindruck von der ursprünglichen Bebauung gibt heute noch das Kaisereck . (vgl. auch Romanisches Forum )
1947 wurde der Platz benannt nach dem SPD-Reichstagsabgeordneten und Gegner des Nationalsozialismus, Rudolf Breitscheid (Gedenktafel ). 1956-60 wurde im Rahmen eines grundlegenden Umbaus der Kreisverkehr aufgegeben.
Der gepflasterte Platz enthält einige Bäume. In der Platzmitte steht die als Mahnmal gegen den Krieg gesicherte Turmruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche , flankiert von den Neubauten Egon Eiermanns (1959-63). Die westliche Begrenzung bildet das 1957-60 errichtete Schimmelpfenghaus , östlich das 1963-65 errichtete Europa-Center . 1977/78 entstand durch Aufhebung der Straßenverbindung zwischen Kurfürstendamm und Budapester Straße (“Schnalle”) ein weitläufiger, zusammenhängender Fußgängerbereich.

Link zu: Weltkugelbrunnen auf dem Breitscheidplatz, 22.8.2006, Foto: KHMM
Weltkugelbrunnen auf dem Breitscheidplatz, 22.8.2006, Foto: KHMM Bild: Bezirksamt

1982-84 wurde der Platz durch Ivan Krusnik und Oskar Reith völlig umgestaltet. Joachim Schmettauund schuf den Weltkugelbrunnen rotem Granit mit Bronzefiguren.
2005-2006 wurde der Platz erneut umgestaltet, diesmal durch das Landschaftsarchitekturbüro Heike Langenbach / Roman Ivancsics. Dabei wurde durch die Schließung des Autotunnels im Zuge der Budapester Straße und die Entfernung der Hochbeete eine einheitliche Fläche geschaffen und die Nordseite mit der Budapester Straße und dem Bikinihaus an den Platz angeschlossen. Eine Bänderbeleuchtung im Boden soll den Platz vor allem nachts noch attraktiver machen.Die insgesamt 3,2 Mio EUR für den Umbau wurden zu etwa einem Drittel von privaten Anliegern bezahlt, der Bayerischen Immobilien AG, dem Europa Center und Ebertz & Partner.
Am 3.5.2006 wurde Berlins modernstes WC-Center eröffnet, am 29.5.2006 der neu gestaltete Platz.
Vom 14.1. bis zum 11.2.2007 wurde erstmals eine Eisbahn auf dem Platz installiert.

Vgl. auch den Artikel von M. Roeder zu den fünf Charlottenburger Plätzen des Kurfürstendamms im Kiezer Weblog vom Klausenerplatz