Am 14.10.2009 beginnen die Markierungsarbeiten für den Radfahrangebotsstreifen in der Reichsstraße im Abschnitt zwischen Steubenplatz und Theodor-Heuss-Platz auf einer Länge von ca. 600m/750m. Begonnen wird mit Markierungsarbeiten auf der westlichen Seite der Reichsstraße und auf der östlichen Seite zwischen Kastanienallee und Steubenplatz. Der Zeitpunkt für die erforderlichen baulichen Maßnahmen im südöstlichen Abschnitt (baulicher Radweg) muss mit den Berliner Wasserbetrieben und der Nuon Stadtlicht GmbH abgestimmt werden.
Der Grund für die Anlegung des Angebotsstreifens sind zwei tödliche Unfälle an der Reichsstraße im Jahr 2008. In diesem Abschnitt der Reichsstraße, mit den vielen Geschäften und Restaurants kommt es bei einer hohen Verkehrsdichte immer wieder zu gefährlichen Situationen. Mit der Änderung soll auch die gewünschte Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten und der Verstetigung des Verkehrs erreicht werden.
Der Schutzstreifen für Fahrradfahrerinnen und -fahrer, darf von Kraftfahrzeugen mitbenutzt werden, sofern eine Gefährdung ausgeschlossen ist. Radfahrer sind auf Schutzstreifen für Autofahrer gut sichtbar, auch an Kreuzungen, an Ein- und Ausfahrten. Das Parken auf diesen Streifen ist wie auch sonst in zweiter Spur selbstverständlich verboten.
Auf der östlichen Seite der Reichsstraße wird im Abschnitt zwischen Stormstraße und Theodor-Heuss-Platz statt eines Angebotsstreifens ein baulicher Radweg angelegt. Dort entsteht eine Ladezone, um den Erfordernissen des Handels (Lieferverkehre, Be- und Entladen) zu entsprechen. Hier werden 12 Kfz-Stellplätze entfallen. Die Kosten in Höhe von ca. 170.000 EUR werden aus den Mitteln der Radverkehrsförderung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bestritten.
Verkehrsstadträtin Martina Schmiedhofer:
"Die schrecklichen Unfälle im Jahr 2008 haben verdeutlicht, dass hier etwas passieren muss. Ich freue mich, dass nun nach gründlicher Prüfung und Planung die Umsetzung erfolgt. Danken möchte ich allen Beteiligten. Ich hoffe auf Verständnis bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für die Veränderungen und den leider unvermeidlichen Verlust an Stellplätzen. Ich erwarte, dass sich alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer schnell an die Situation gewöhnen und wünsche mir positive Auswirkungen für die Verkehrssicherheit in dieser Straße."
Im Auftrag
Metzger