Drucksache - 1244/4  

 
 
Betreff: Ferienangebote für Kinder und Jugendliche sichern
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:SPD-Fraktion 
Verfasser:Wuttig/Tillinger 
Drucksache-Art:AntragVorlage zur Kenntnisnahme
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
21.05.2015 
45. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin überwiesen   
Ausschuss für Schule Beratung
02.06.2015 
41. Öffentliche Sitzung des Ausschusses für Schule      
Jugendhilfeausschuss Beratung
16.06.2015 
64. Öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses mit Änderungen im Ausschuss beschlossen   
Bezirksverordnetenversammlung Beratung
18.06.2015 
46. Öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin ohne Änderungen in der BVV beschlossen   

Sachverhalt
Anlagen:
Antrag
D-Beschlussempfehlung
Beschluss
Vorlage zur Kenntnisnahme

Der Jugendhilfeausschuss

Die BVV beschließt hat in ihrer Sitzung am 18. Juni 2015 folgenden Beschluss gefasst:

 

Das Bezirksamt wird aufgefordert, mit allen Institutionen im Bezirk, die eine Ferienzeit für Kinder und Jugendliche anbieten, in einen Dialog zu treten, der das Ziel hat, ein gemeinsames und abgestimmtes Angebot für die Ferienzeit zu organisieren. Dabei ist im Vorfeld zu prüfen, welche Fördermittel für welche Freizeiten – wie z. B. im Rahmen der internationalen Jugendbegegnung – beantragt und wie die Ferienprogramme zur Erlangung der Fördermittel konzeptionell aufgebaut werden müssen.

 

Es ist auch zu überlegen, ob man mit Einbindung der Grund- und Oberschulen im Bezirk Ferienfreizeiten organisieren kann, in denen Defizite im schulischen Können und Wissen nachgeholt werden können. Hierbei sind die Bedarfe von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen zu berücksichtigen. Auch hier ist zu prüfen, ob Fördermittel in Anspruch genommen werden können.

 

Die Freizeiten sollten möglichst nicht nur in den Sommerferien, sondern auch in den anderen Ferien angeboten werden und vorzugsweise Jugendlichen aus Haushalten mit geringem Einkommen zur Verfügung stehen. Das Ergebnis der Gespräche ist dem Jugendhilfe- und Schulausschuss vorzulegen.

 

 

Hierzu wird Folgendes berichtet:

 

In den meisten der 24 Jugendfreizeiteinrichtungen in freier und öffentlicher Trägerschaft wird ein vielfältiges Ferienprogramm angeboten.

Das Jugendamt bietet darüber hinaus in Kooperation mit den freien Trägern in den Sommerferien Reisen und Freizeiten an, wie z.B. nach Kirchvers und  „Kinder in Luft und Son-ne“ im Volkspark Jungfernheide.

Ein weiteres Angebot,  „Ferien bei Gasteltern“, steht Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren aus Familien mit geringem Einkommen zur Verfügung.

Auch die Verbände (z.B. Pfadfinder, Sportjugend) und Kirchengemeinden bieten Ferienangebote und z.T. Reisen an.

 

In den Grundschulen findet in den Ferien eine Betreuung inkl. Ferienprogramm statt. Es gibt auch eine Reihe von Kooperationsangeboten. So haben z.B. die VHS, der Abenteuerspielplatz der Spirale und die Katharina-Heinroth-Grundschule im Sommer 2015 das kostenfreie Ferienbildungsangebot „talentCAMPus Ausdruck ohne Sprache“ angeboten.

 

Die Friedenskirche bietet im Spielhaus Ferienangebote für Flüchtlingskinder aus Willkommensklassen an. Hier werden ca. 16 Flüchtlingskinder vormittags unterrichtet (9-12 Uhr) und nachmittags nehmen sie an den Angeboten des Spielhauses teil. Eine Förderung durch Stiftungsmittel konnte in den Sommerferien 2016 nicht realisiert werden, deshalb wurde das Angebot dankenswerterweise mit großem Engagement ehrenamtlich unter Einsatz von Eigenmitteln des freien Trägers umgesetzt.

 

Das Bezirksamt konnte aus Zuwendungsmitteln aus dem Masterplan für Integration und Sicherheit und dem freien Träger Cabuwazi ein Ferienprogramm für ca. 100 Flüchtlings-kinder sowie 30 Berliner Kinder durchführen. Das sehr erfolgreiche und in drei Durchgängen durchgeführte Ferienprogramm soll auch in den nächsten Jahren stattfinden.

 

Die Informationen zu den Ferienangeboten und -reisen werden über die AG Jugendarbeit gem. § 78, in der die Einrichtungen der Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit vertreten sind, gegenseitig bekannt gegeben und verteilt. Darüber hinaus finden bereits seit Jahren in den 5 Regionen gemeinsam zwischen den Einrichtungen / Trägern abgestimmte Planungen der Angebote – auch für die Ferien statt.

Die Ferien-Angebote werden von den Trägern im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit über das Internet bzw. Homepage, Flyer oder Aushänge bekannt gemacht.

 

Einen wesentlichen Aspekt der Öffentlichkeitsarbeit des Jugendamtes, welche zukünftig verstärkt werden soll, stellt die Pflege und Aktualisierung der Internetpräsenz dar. So soll auf der Homepage des Jugendamtes eine Übersicht der aktuellen Ferienangebote erscheinen. Hierfür werden die Träger aufgefordert, rechtzeitig die Ferienangebote zu übermitteln. Zur Gewährleistung einer jeweils aktuellen Öffentlichkeitsarbeit des Jugendamtes sind aber auch personelle Ressourcen notwendig.

 

Das Bezirksamt bittet, den Beschluss als erledigt anzusehen.

 

 

 

 

Reinhard Naumann                                                                      Heike Schmitt-Schmelz

Bezirksbürgermeister                                                        Bezirksstadträtin

 

 
 

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