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Lokales Bündnis für Familie Charlottenburg-Wilmersdorf

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Berliner Familienpolitik im Fokus

In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Berliner Familienpolitik im Fokus“. am Mittwoch, dem 23.2.2011 im BVV-Saal im Rathaus Wilmersdorf wurde der Berliner Familienbericht 2011 erstmals öffentlich vorgestellt und diskutiert. Zu der Veranstaltung hatten das Lokale Bündnis für Familie Charlottenburg-Wilmersdorf und die Volkshochschule City West eingeladen.

Peter Ruhenstroth-Bauer, Vorsitzender des Berliner Beirats für Familienfragen, präsentierte den Familienbericht. „Das Besondere an dem Familienbericht ist, dass er das Ergebnis eines drei Jahren dauernden breiten, öffentlichen Diskussionsprozesses ist. Wir haben nicht über die Familien gesprochen, sondern mit ihnen. Denn die Familien sind Experten in eigener Sache!“

Auf dem Podium diskutierten anschließend Dr. Sabina Schutter, Deutsches Jugendinstitut e.V., Sigrid Klebba, Abteilungsleiterin Jugend und Familie, Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Petra Meyer, DGB Berlin Brandenburg, Peter Ruhenstroth-Bauer, Berliner Beirat für Familienfragen und Reinhard Naumann, Bezirksstadtrat und Schirmherr des Lokalen Bündnisses für Familie Charlottenburg-Wilmersdorf, mit den 70 Gästen über die Familienpolitik in der Stadt.

Die Podiumsgäste waren sich einig: dieser Familienbericht regt an und gibt Handlungsempfehlungen in den wichtigsten Themenfeldern von Familienpolitik.
Frau Klebba sagte, dass hier auch deutlich wird, dass das Thema Familie viele Felder der Politik betrifft wie z.B. Arbeit, Soziales, Bildung, Integration, Kultur, Stadtentwicklung. Die Senatsverwaltung Bildung, Wissenschaft und Forschung arbeitet gerade an einer Stellungnahme zu den Empfehlungen des Berliner Familienberichts.
Frau Dr. Schutter lobt den Familienbericht, auch im Vergleich zu anderen Berichten in anderen Städten, und sieht drei große Felder abgebildet: Partizipation, Gender und Integration.

Petra Meyer vom DGB ist Mitglied im Berliner Familienbeirat und hat an dem Familienbericht mitgearbeitet. Sie sieht vor allem im Handlungsfeld Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Notwendigkeit, das Engagement der Unternehmen in Berlin weiter auszubauen und flexible Arbeitszeiten mit flexiblen Betreuungsmöglichkeiten zu verknüpfen.
Für Bezirksstadtrat Reinhard Naumann, Gastgeber der Veranstaltung, ist Familie ganz oben auf der Agenda. „Ich setze mich dafür ein, dass wir unsere familienfreundliche Infrastruktur im Bezirk weiterentwickeln und es ist mir ein wichtiges Anliegen hier auch besonders die Lokalen Bündnisse für Familie zu nennen, die dort handeln, wo Familien und Bündnispartner in den Städten und Gemeinden besonderen Bedarf sehen. So viel ich weiß gibt es noch nicht in allen Bezirken Berlins Lokale Bündnisse, so dass ich nur empfehlen kann: Gründen Sie ein Lokales Bündnis für Familie!“

Unter dem Titel „Zusammenleben in Berlin“ sind die wichtigsten Themen, Fakten und Probleme, die das Leben von Familien in der Hauptstadt ausmachen, in dem Familienbericht dargestellt. Der Berliner Familienbericht wurde am 26.Januar 2011 dem Regierenden Bürgermeister übergeben.
Vielfalt ist das Kennzeichen Berliner Familien. Fünf Schwerpunkte sind für das Familienleben in Berlin von besonderer Bedeutung: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Familienrelevante Bildungsaspekte, Weiterentwicklung einer familienfreundlichen Infrastruktur, Bekämpfung von Familienarmut, Familienfreundliche Regionen und Stadtquartiere. Das sind die zentralen Ergebnisse aus dem Familienbericht, den der Berliner Beirat für Familienfragen im Auftrag des Berliner Senats erstellt hat.

Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammen­schluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteure, darunter über 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. 643 Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv (Stand: 23. Februar 2011).
In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben rund 56 Millionen Menschen. Das Bundesfamilien­ministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Servicestelle wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Kontakt

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Abteilung Jugend, Familie, Schule und Sport
Kulturelle Bildung / Lokales Bündnis für Familie
Fehrbelliner Platz 4
10707 Berlin

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Tel.: 030 9029 15012
Fax: 030 9029 15005


Koordinatorin:
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