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Kirche Maria Regina Martyrum Baudenkmal und Karmel-Kloster
Heckerdamm 230-232, 13327 Berlin
Tel 381 4121 (Kirche), 364 1170 (Kloster)
Stadtplan

Kirche Maria Regina Martyrum
Landesarchiv Barelin / Klaus Lehnartz, 1963

1960-63 von Hans Schädel und Friedrich Ebert unweit der Gedenkstätte Plötzensee erbaut; am 05.05.1963 zur Gedächtniskirche der deutschen Katholiken für die Opfer des Nationalsozialismus geweiht. Zweigeschossiger verblendeter Stahlbetonbau; Oberkirche mit Tauf- und Beichtkapelle, kryptaartiger Gedenk- und Andachtsraum zu ebener Erde; Feierhof mit Campanile, Kreuzweg, Freialtar. Zahlreiche Skulpturen, u.a. Sitzende Madonna aus Südfrankreich um 1320; vergoldete Plastik von Fritz König über dem Eingang. Im Gedenkraum der "Märtyrer für Glaubens- und Gewissensfreiheit" Pieta von Fritz König, ferner vier Bodenplatten mit Inschriften zum Gedenken an Opfer der NS-Gewaltherrschaft.

Hier befindet sich auch das Grab des 1934 von den Nationalsozialisten erschossenen Leiters der Katholischen Aktion, Erich Klausener und eine Gedenkstätte für den Dompropst Lichtenberg, der 1943 auf dem Weg ins Konzentrationslager starb.

Den matt erhellten Andachtssaal der Oberkirche beherrscht ein großes Altarwandbild von Georg Meistermann, eine Vision des himmlischen Jerusalem.

Informationen über Georg Meistermann: www.derschwebendepunkt.de (Link)

Innenraum der Oberkirche Maria Regina Martyrum
Landesarchiv Berlin, 1963

Karmel Kloster
1983-84 von Theo Wieland. Neubau von Wohntrakt und Gemeinschaftshaus, sowie Umbau eines älteren Gemeindehauses auf dem Gelände der Kirche. Vom Karmel Heilig Blut in Dachau gegründet, weist es auf den Zusammenhang zwischen dem KZ Dachau und der Hinrichtungsstätte Plötzensee hin.