Der Umzug der Berliner Scientology-Organisation vom Mariendorfer Damm in ein großes Geschäftshaus in Charlottenburg und die Eröffnung der neuen Niederlassung am 13.1.2007 lösten eine intensive Diskussion in der Berliner Politik und in den Medien über die Gefährlichkeit der Sekte aus. Die Bewoge hatte ihr ehemaliges Haupt-Bürogebäude am 31.1.2005 an das dänische Immobilienunternehmen KW Berlin A/S verkauft, das es an Scientology weiter vermietete. Am 12.5.2007 eröffnete Scientology außerdem auf 120 Quadratmetern ein Infozentrum in der Meinekestraße unweit des Kurfürstendammes, das aber bald wieder geschlossen wurde.
Scientology wurde 1954 von dem Science-Fiction-Autor L. Ron Hubbard (1911-1986) in Los Angeles gegründet. Die Organisation wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz und einer Reihe von Landesämtern für Verfassungsschutz beobachtet, weil "Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung vorliegen". Im Verfassungsschutzbericht heißt es: "Die Gewinnerzielung ist eine Hauptaufgabe und -tätigkeit der "Kirchen" oder "Missionen" von Scientology."
2003 hatte der Berliner Verfassungsschutz nach einem entsprechenden Urteil des Verwaltungsgerichts die Beobachtung von Scientology eingestellt. Am 31.5.2007 meldete die Berliner Presse, die Scientology-Organisation werde wieder vom Berliner Verfassungsschutz beobachtet.
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