Flaggenhissung „Mayors for Peace“

Pressemitteilung vom 05.07.2018

Am Freitag, dem 6. Juli 2018, um 12 Uhr wird als Zeichen der Solidarität die Flagge der Vereinigung „Mayors for Peace“ auf dem Ernst-Reuter-Platz (die Fußgängerunterführung ist über den U-Bahn-Eingang Hardenbergstraße erreichbar) gehisst. Der Bürgermeister von Berlin und Senator für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer und Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann werden an dieser Veranstaltung teilnehmen.

Bereits zum siebten Mal wollen die „Bürgermeister für den Frieden“ in Deutschland gemeinsam Flagge zeigen und sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen einsetzen. Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace appellieren die Bürgermeister an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen.

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann:

Seit September 2011 ist der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf auf Anregung der Partnerstadt Mannheim Mitglied im Friedensnetzwerk Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden).
Es ist mir ein großes Anliegen als Bezirksbürgermeister unser Engagement für eine friedliche Welt zu bekräftigen und für den Frieden in dieser Welt einzutreten. Ziel ist es, Flagge zu zeigen und gemeinsam für eine Abschaffung der Kernwaffen einzutreten.

Insgesamt werden neun Flaggen gehisst. Die Berliner Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg sowie Pankow, Spandau und Friedrichshain-Kreuzberg sind Mitglieder des Städtebündnisses der „Mayors for Peace“. Ferner ist Berlin seit 1989 Mitglied des Netzwerks. Weltweit sind 7595 Städte aus 163 Ländern Mitglied (Stand 1. Juni 2018), in Deutschland gehören mehr als 550 Städte und Gemeinden dazu.

Der Flaggentag erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag – das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen – vom 8. Juli 1996. Darin heißt es, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen generell mit den Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts unvereinbar sind. Das Gutachten ist zwar nicht bindend, aber dennoch von großer Bedeutung: die Staaten der Weltgemeinschaft werden an ihre „völkerrechtliche Verpflichtung“ gemahnt, ernsthafte Verhandlungen zur Beseitigung von Kernwaffen aufzunehmen.

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