Solidarität mit Israel: Gegen Antisemitismus beim „Quds-Marsch“

Pressemitteilung vom 08.06.2018

Anlässlich des „Quds-Marsches“ in Charlottenburg-Wilmersdorf am Samstag, den 09.06.2018 erklärt Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann:

bq Charlottenburg-Wilmersdorf steht mit Nachdruck für das Existenzrecht des Staates Israel ein. Ausdruck dessen sind unsere intensiv gelebten Städtepartnerschaften mit Karmiel (seit 1985) und Or-Yehuda (seit 1966). Wir unterstützen alle Bemühungen, nun mit einer Zwei-Staaten-Lösung im Rahmen eines gerechten Interessenausgleiches zwischen Israel und Palästina endlich zu Frieden für die Menschen in der Region zu kommen. Entschieden wird jeder antisemitischen Äußerung im Rahmen des ‚Quds-Marsches‘ entgegen getreten.

Der sogenannte „Al-Quds-Tag“ (auch „al-Kuds-Tag“‚ Internationaler Jerusalemtag, nach dem arabischen Namen für Jerusalem „al-Quds“) ist in der Islamischen Republik Iran ein gesetzlicher Feiertag. Er wird alljährlich zu staatlich organisierten Massendemonstrationen gegen Israel genutzt, bei denen die „Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern“ gefordert wird. Auch weitergehende Vernichtungsdrohungen gegen Israel werden regelmäßig ausgesprochen.

Der „Al-Quds-Tag“ wird darüber hinaus auch in weiteren Ländern des Nahen Ostens mit hohem schiitischen bzw. palästinensischen Bevölkerungsanteil begangen und geht auf einen Aufruf des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Chomeini zurück, der am 8. August 1979 „alle Muslime der Welt und alle muslimischen Regierungen“ dazu aufforderte, „den Usurpatoren und ihren Unterstützern die Hände abzuhacken“ und am letzten Freitag des islamischen Fastenmonats Ramadan die „internationale muslimische Solidarität zur Unterstützung der legitimen Rechte des muslimischen palästinensischen Volkes [zu] erklären“.

Weitere Informationen unter http://www.no-al-quds-tag.de.

Im Auftrag
Gottschalk