Bezirksamt beschließt Verfahren zum Umgang mit Hochhausprojekten

Pressemitteilung vom 13.04.2018

Auf Vorlage von Stadtentwicklungsstadtrat Schruoffeneger hat das Bezirksamt in seiner Sitzung am 10.04.2018 Verfahrensgrundsätze für den Umgang mit Hochhausprojekten beschlossen.
Die einheitlichen Bewertungskriterien und Verfahrensgrundsätze stellen somit sicher, dass jetzt anstehende Projekte bearbeitet werden können und nicht bis zur Entscheidung über ein Hochhausleitbild des Landes warten müssen.

Die wesentlichen Teile des Beschlusses lauten:
a) Die Vorhabenträger werden aufgefordert, durch geeignete Gutachten eine gesamtstädtische Betrachtung zu erarbeiten, die den Standort des geplanten Hochhauses im Gesamtgefüge der Stadt unter Berücksichtigung auch der Notwendigkeit der Schaffung bzw. Sicherung preisgünstigen Wohnraums in den Quartieren des Bezirks bewertet und damit begründet. Über die Auswahl der Gutachter ist Einvernehmen mit der Abteilung Stadtplanung des Bezirks herzustellen.
b) Diese Gutachten und die sich daraus ergebenden konkreten Vorschläge für den Standort werden im Baukollegium vorgestellt Dabei sollen auch die vom Vorhaben Vorhabenträger geplanten städtebaulichen Qualitätskriterien vorgestellt werden.
c) Die Genehmigung bedarf in der Regel eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, der durch den Vorhabenträger zu finanzieren ist.
d) Zur baukulturellen Qualitätssicherung bedarf es eines städtebaulichen und architektonischen Wettbewerbsverfahrens, das durch den Vorhabenträger zu organisieren und finanzieren ist. Über den Ausschreibungstext ist mit der Abteilung Stadtplanung des Bezirks Einvernehmen herzustellen. Der Bezirk ist in der Jury des Wettbewerbs vertreten

Stadtentwicklungsstadtrat Oliver Schruoffeneger:

Ich freue mich, dass wir nun Klarheit und Transparenz geschaffen haben, wie wir in den nächsten zwei Jahren mit Anträgen für Hochhausbebauungen umgehen werden. Besonders wichtig war es mir sicherzustellen, eine Basis zu haben, auf der nicht nur über das geplante Hochhaus selbst, sondern auch über die Auswirkungen auf das Umfeld und die soziale Siedlungsstruktur qualifiziert diskutiert werden kann. Damit rückt auch die Verantwortung potentieller Investoren für das städtische Umfeld insgesamt in das Blickfeld der Betrachtungen.

Im Auftrag
Gottschalk