Gedenkveranstaltung zum 82. Todestag von Magnus Hirschfeld

Pressemitteilung vom 21.04.2017

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und die BVV-Vorsteherin Annegret Hansen laden am Sonntag, dem 14.05.2017, um 11.30 Uhr, ein zu einer Gedenkveranstaltung zum 82. Todestag und 149. Geburtstag von Dr. Magnus Hirschfeld an der Gedenkstele, Otto-Suhr-Allee 93, 10585 Berlin, gegenüber dem Rathaus Charlottenburg.

Reinhard Naumann:
bq. Wir gedenken gemeinsam mit der 2011 gegründeten Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH), der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. (MHG) und dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) des großen Arztes und Sexualwissenschaftlers, der hier in Charlottenburg von 1896 bis 1910 gewirkt hat. Am 14. Mai 1868 wurde Magnus Hirschfeld in Kolberg geboren, und an seinem Geburtstag am 14. Mai 1935 starb er in Nizza im Exil. In Charlottenburg hat er als Gründer und Vorsitzender des Wissenschaftlich-Humanitären Komitees mit dem Aufbau der ersten deutschen Homosexuellen-Bewegung begonnen. Von den Nationalsozialisten wurde sie verboten und verfolgt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat es viel zu lange gedauert, bis in Deutschland erfolgreich die weitgehende rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben erkämpft werden konnte. Erst kürzlich hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Rehabilitierung verurteilter Homosexueller beschlossen. Die Rechte von transsexuellen Menschen sind immer noch nicht vernünftig geregelt.

Im Auftrag
Gottschalk