Kolonie Oeynhausen

Pressemitteilung vom 19.01.2016

Das Bezirksamt hat in seiner heutigen Sitzung am Dienstag, dem 19.01.2016, in Umsetzung des Beschlusses der BVV (DS-Nr. 1441/4) die Grundzüge für die Nutzung der privaten Flächen der Kolonie Oeynhausen beschlossen.
Für die östliche Teilfläche erfolgt eine Festsetzung der Kleingartennutzung durch einen Bebauungsplan.
Grundlage für die Bebauung der westlichen Teilfläche ist der Masterplan Forckenbeckstraße (Stand: 17. Dezember 2015) mit einer maximalen Geschossfläche von 90.000 m². Dabei erfolgt die Umsetzung des Baurechts in einem dreistufigen Verfahrensablauf. Es wird einen Bauvorbescheid mit Regressverzicht von Seiten der Groth-Gruppe geben. Bei fehlender Umsetzbarkeit des Vorbescheides erfolgt ein Aufstellungsbeschluss nach pflichtgemäßen Ermessen für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Sollte der Bebauungsplan bis zum 30. Juni 2018 nicht festgesetzt sein, besteht die Möglichkeit auf eine bereits jetzt zu erteilende Baugenehmigung für die Gesamtfläche zurückzugreifen, welche die Befreiungen und Ausnahmen für ein zusätzliches Staffelgeschoss, für Loggien und Balkone und die Errichtung von Tiefgaragen enthält. Die Kosten der Erschließung werden vom Investor – der Groth-Gruppe – übernommen.
Der entstehende Quartiersplatz und die Flächen für die Erschließung werden nach Übertragung des Grundstücks an das Land Berlin öffentlich gewidmet und eine Pflegevereinbarung für den Platz angestrebt.
Auf der Dreiecksfläche an der Forckenbeckstraße (Teilfläche 3) entsteht eine Kita (65 bis 80 Plätze) zusammen mit einem Vereinsheim für die Kolonie auf Kosten des Investors.
In Anwendung der Berechnungsmethode des Modells der kooperativen Baulandentwicklung werden vom Investor für die Differenz von 90.000 m² zu 64.000 m² (rechnerisch) 65 preisgebundene Wohnungen (25 % der Differenz) errichtet und ein Finanzierungsbeitrag für 28 Schulplätze (1,036 Mio €) geleistet.
Außerdem hat das Bezirksamt die Vereinbarung zwischen dem Investor und dem Bezirksverband der Kleingärtner Wilmersdorf, in der die Modalitäten der Entschädigung, Räumung und Beräumung geregelt sind, zustimmend zur Kenntnis genommen.

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann und Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte:

Mit diesem von CDU, SPD und B‘90/Grüne politisch getragenem Kompromiss wird die Hälfte der Kolonie Oeynhausen gesichert – mit Blick auf die Rechtslage ein großer Erfolg. Auf der benannten Fläche wird die Groth-Gruppe nach gegenwärtiger Planung rund 900 Wohnungen errichten.

Im Auftrag
Gottschalk