„Altes und Neues im Kiez“: Stadtteilkonferenz Klausenerplatz beweist gebündeltes Engagement im Charlottenburger Quartier

Pressemitteilung vom 18.12.2015

Über 70 Anwohnerinnen und Anwohner tauschten sich am 15. Dezember mit Aktiven, Bezirksvertretern und der Gewobag aus.
Die ausgerichtete Stadtteilkonferenz widmete sich am Klausenerplatz genau den Themen, die den Menschen dort rings um die Charlottenburger Nehringstraße unter den Nägeln brennen: Nachbarschaft und Integration, Wohnumfeld, Verkehr und Ökologie, Freizeit und Kultur sowie Gesundheits- und Beratungsangebote. In der Nehring-Grundschule tauschten sich rund 70 Anwohnerinnen und Anwohner und Aktive mit Marc Schulte, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Ordnungsangelegenheiten und Kerstin Kirsch, Geschäftsführerin der Gewobag MB Mieterberatungsgesellschaft aus. Basis und Motor der vorgestellten Projekte im Quartier sind das hohe Engagement von vielen im Kiez und eine ausgezeichnete Vernetzung der Akteure. Kerstin Kirsch lobte den eingeschlagenen Weg im Kiez Klausenerplatz. Es sei beeindruckend, was die Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort persönlich leisten und was die gute Arbeit des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf alles möglich macht.

Faszinierende Vielfalt der Projekte im Kiez
Einer der engagierten Akteure vor Ort ist Cem Gömüsay. Als neuer Leiter des interkulturellen Stadtteilzentrums Divan in der Nehringstraße war es ihm eine Freude, die Arbeit der Kiezeinrichtung vorzustellen. Hier finden Menschen aus der Nachbarschaft und andere Interessierte zusammen, um einander zu helfen, sich beraten zu lassen oder kulturelle und soziale Projekte zu starten, z. B. auch die Initiativen „Charlottenburg hilft“ und „Flüchtlingsinitiative Klausenerplatz“. Auch die Nebenan.de-Nachbarschaftsvernetzung kommt dem Miteinander zugute: Christian Vollmann, Gründer und Geschäftsführer der Good Hood GmbH präsentierte die Plattform für Kommunikation, das Entdecken von Gemeinsamkeiten, Tausch und Hilfe. Das Repair-Café Klausenerplatz und die BücherZelle sind laut Klaus Betz von Kiezbündnis e.V. weitere gute Beispiele für das Geben und Nehmen im Kiez. Das Projekt zur Erhaltung, Sanierung und Betrieb des Parkwächterhauses am Lietzensee, das die Vereinsvorstände Carsten Knobloch und Katja Baumeister-Frenzel vorstellten, will Historisches in neuem Glanz erstrahlen lassen und die Nachbarschaft durch einen neuen Ort verbinden. Weitere Projekte sind so spannend wie der Kiez, berichtete Hennig Voget von Kiezbündnis e.V.: Dazu gehören die Blockinitiative 128 Ziegenhof, einem Bauernhof mitten in der Stadt. Bewohnerinnen und Bewohner züchten Ziegen und Hühner und bauen Obst und Gemüse an. Die VerkehrsAG im Kiezbündnis kümmert sich um beruhigte Zonen im Viertel, die neue ‚AG altengerechter und barrierefreier Kiez’ sucht in einem klassischen Altbau-Quartier mit viel Kopfsteinpflaster nach guten Lösungen für Blinde, ältere Menschen und Menschen mit Bewegungseinschränkungen.

Es grünt so grün: Vorzeigeprojekt AG Wohnumfeld
Aus tristen Hochbeeten können blühende Gärten werden – und die Bewohnerinnen und Bewohner haben viel Spaß bei der Arbeit. Julia Bock von Kiezbündnis e.V. lobte die Hilfe von engagierten Mitarbeitern auf Bezirksseite, die sich für das Thema begeistern ließen. Birger Prüter, Klimaschutzmanagement Klausenerplatz Kiez stellte Projekte vor, die im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen, wie beispielsweise das Projekt Schattenspender von adelphi: Es unterstützt besonders ältere Menschen bei extremen Wettersituationen und leistet einen Beitrag für das lebenslange Wohnen in den eigenen vier Wänden. Das Klimaschutzmanagement Klausenerplatz Kiez selbst wird sich im zweiten Jahr seiner Arbeit dem Thema Nutzung von PKW im Stadtteil widmen. Mit einer App wird für maßgeschneiderte Konzepte das Nutzungsverhalten der Bewohner im Quartier ermittelt, “Mehr Wege als Einweg im Klimaschutz“ zeigte Tanja Menkel von LIFE Bildung Umwelt Chancengleicheit e.V. auf: Jeder einzelne kann in Zeiten des Klimawandels einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem beispielsweise auf Plastiktüten beim Einkauf verzichtet wird. Die Arbeit der Platane 19, einem Verein zur Wiedereingliederung psychisch Kranker, stellte Christina Gloth vor. Nicht gebrauchte Sachen sind herzlich willkommen und alle Erlöse kommen den Projekten direkt zugute, betonte Ralf Stecher, Standortkoordinator der Komm&Sieh gGmbH, einem Integrationsunternehmen der Berliner Stadtmission Energieberater Oliver Buchin stellte abschließend die Energieberatung der Verbraucherzentrale vor.

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