Gespräch mit Jessica Jacoby „Politisches Engagement in der Frauenbewegung“

Pressemitteilung vom 01.12.2015

Im Rahmen der Gesprächsreihe mit Frauen, die sich nach der Schoah für den Aufbau jüdischen Lebens in Berlin engagieren, ist am Dienstag, dem 15.12.2015, um 18.00 Uhr Jessica Jacoby im Helene-Lange-Saal des Rathauses Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee, 100, 10585 Berlin, zu Gast.

Jessica Jacoby hat sich im Laufe ihres Lebens immer wieder auf unterschiedliche Weise jüdischer Geschichte und Gegenwart gewidmet und sich für die Sichtbarkeit von Frauen in ihrer Vielfältigkeit eingesetzt. Als Ausstellungsmacherin in Museen, Bildungsreferentin in Frauenprojekten, Interpretin jiddischer Lieder, Herausgeberin eines Buches über jüdische Frauen der zweiten Generation (1994), Filmjournalistin und zuletzt Dokumentarfilmautorin hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, kreativ kulturelles Erbe und Erinnerung lebendig zu erhalten. 1984 gründete sie zusammen mit anderen Frauen den „Schabbeskreis“, eine lesbisch-feministische politische Gruppe, die sich von 1984 bis 1989 aktiv für die Präsenz und Wahrnehmung jüdischer Frauen in der neuen Frauenbewegung und mit Antisemitismus in feministischen Zusammenhängen auseinandersetzt. Der „Schabbeskreis“ war im Westberliner Nachkriegskontext die erste Gruppe, die sich mit diesem Thema beschäftigte. Hier verbanden sich jüdische, aber auch nichtjüdische Frauen, um mittels Demonstrationen, Podiumsdiskussionen, Vorträgen und diversen öffentlichen Auftritten zu intervenieren und für die Sichtbarkeit jüdischer Frauen sowie gegen antisemitische Strukturen in politischen Kontexten zu kämpfen.
Moderiert wird die Gesprächsreihe von Debora Antmann, die sich selber als weiße, lesbische, jüdische, analytische Qeer_Feministin, Bloggerin und Körperkünstlerin versteht. Sie studiert soziale Arbeit und arbeitet als stellvertretende Frauenbeauftragte an der Alice-Salomon-Hochschule.

Ein Abend in Kooperation von Bet Debora e.V. und der bezirklichen Gleichstellungsbeauftragten Carolina Böhm.

Im Auftrag
Gottschalk