Die Seniorenvertretung informiert: Mahnender Aufruf "Untergang des Bäderlandes?- wehret den Anfängen"

Pressemitteilung vom 08/28/13

Vor kurzem las man, dass der Chef der Berliner Bäderbetriebe, der Däne Ole Bested Hensing, vormaliger Chef des Spaßbades Tropical Island, einen radikalen Sanierungsplan und Neuaufbau der Berliner Bäderlandschaften ohne Absprache mit dem Aufsichtsrat und den politischen Kontrollgremien vorstellte.
Nach seinem eigenwilligen Plan werden 14 der 37 Schwimmhallen ausradiert! Als Ersatz für die Kiezbäder sollen an fünf zentralen Orten Spaß- und Kombibäder gebaut werden. Herr Hensing will “moderne Bäder bauen, die einer modernen Gesellschaft entsprechen”. Dieser Sachstand zwingt uns, die Frage zu stellen, wann wird in Charlottenburg-Wilmersdorf mit heimlichen Schließungen der Hallenbäder begonnen?
Im Berliner Bädergesetz ist ein Versorgungsauftrag der Badeanstalten verpflichtend hervorgehoben. Bei diesen Plänen haben wir aber nun erhebliche Bedenken:

  • Schul- und familienpolitische Aufträge können nicht erfüllt werden
  • Für Senioren und Menschen mit Behinderungen und z.B. Rheumakranke mit den erforderlichen Besonderheiten finden sich keine exponierten Positionen
  • Weite Wege für alle und besonders für die in der Mobilität eingeschränkten Personen
  • Hohe Eintrittspreise in den Wellness-Oasen kommen auf viele Bevölkerungsschichten zu
  • Keine Berücksichtigung mehr für gesundheitsfördernde Maßnahmen/Übungen wie Wassergymnastik oder Aufenthalt für Rheumakranke im 39 Grad warmen Wasser
    Hierdurch gehen die Charlottenburger und Wilmersdorfer “baden”, bevor das Wasser aus den Schwimmbädern abgelassen wird. Wehret den Anfängen, mahnt die Seniorenvertretung.
    Zwischenzeitlich hat Sportsenator Frank Henkel die Pläne der Berliner Bäderbetriebe einer erneuten Überprüfung durch den Aufsichtsrat zugeführt.

Rückfragen: Wilfried Jacobi, Tel 8831362

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