Jaczo-Fest und Schildhornschwimmen

Pressemitteilung vom 04.06.2012

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann gibt gemeinsam mit seinem Spandauer Kollegen, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank am Sonntag, dem 10.6.2012, um 13.00 Uhr in Gatow in der Nähe des Jaczoturms am Spandauer Havelufer den Startschuss für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schildhornschwimmens, rund 750 Meter über die Havel zur Halbinsel Schildhorn am Charlottenburg-Wilmersdorfer Ufer schwimmen, wo sie von beiden Bezirksbürgermeistern empfangen werden. Sieger wird, wer zuerst auf der Halbinsel Schildhorn das Horn bläst, das zu diesem Zweck am Schildhorn-Denkmal aufgehängt wird.
Begleitend wird auf beiden Seiten der Havel von 12.00 bis 18.00 Uhr das Jaczo-Fest veranstaltet. Damit erinnern der Verein Bürger für Schildhorn e.V., der Förderverein historisches Gatow im Museumsdorf Gatow e.V., die Wasserfreunde Spandau 04 und die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft DLRG an den Geburtstag der Mark Brandenburg.
1845 ließ König Friedrich Wilhelm IV. das Schildhorn-Denkmal aus schlesischem Sandstein nach einem Entwurf von Friedrich August Stüler errichten. Das Denkmal erinnert an den Wendenfürsten Jaczo, der an dieser Stelle auf der Flucht vor Albrecht dem Bären die Havel durchschwommen haben soll. Nachdem er das rettende Ufer erreicht hatte, hing er Schild und Schwert an einen Baum und gelobte, sich taufen zu lassen.
Der Sage liegt ein historisches Datum zugrunde: Am 11.6.1157 schlossen die Wenden und die Askanier Frieden. Albrecht der Bär gründete die Mark Brandenburg und machte seinen politischen Gegner, Fürsten Jaczo, zum Herrscher von Köpenick. Beide entwickelten die Mark Brandenburg seither gemeinsam.
Die Veranstalter wollen zukünftig in jedem Jahr am zweiten Sonntag im Juni mit einem Jaczo-Fest und dem Schildhornschwimmen an dieses Datum erinnern.

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