Artenschutz bei Baumaßnahmen an Gebäuden beachten!

Pressemitteilung vom 11.05.2012
Thema: Bezirke

In diesen Tagen kommen Mauersegler und Mehlschwalben aus Ihren Winterquartieren zum Brüten nach Berlin zurück. Haussperlinge, die ganzjährig in der Stadt bleiben, brüten bereits. Da gleichzeitig viele Arbeiten an Gebäuden durchgeführt werden, sind Konflikte oft vorprogrammiert. Das Umwelt- und Naturschutzamt Charlottenburg-Wilmersdorf weist daher auf den Schutz der sogenannten gebäudebrütenden Arten hin.

Umweltstadträtin Elfi Jantzen

„Ich bitte alle Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die Arbeiten an Ihren Gebäuden durchführen, sich vorher unbedingt Rat von Fachleuten aus den Naturschutzverbänden und den Naturschutzbehörden zu holen. Dacharbeiten, Fassadensanierungen und Instandsetzungsarbeiten sind häufig konfliktträchtig.

Haussperlinge, Hausrotschwänze, Mauersegler, Mehlschwalben und Fledermäuse sind durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Die Tiere leben überwiegend versteckt an Gebäuden. Da die genannten Arten die beschriebenen Nistmöglichkeiten über lange Jahre nutzen, sind diese als Ruhe- und Fortpflanzungsstätten ganzjährig geschützt. In der Folge dürfen die Tiere nicht beeinträchtigt und ihre Nistmöglichkeiten nicht zerstört oder beseitigt werden.“

Sollten Arbeiten am Gebäude erforderlich werden, die einen Erhalt der Lebensstätten nicht zulassen, bedarf es einer naturschutzrechtlichen Genehmigung (Befreiung) der obersten Naturschutzbehörde, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.
Sofern Arbeiten durchgeführt werden, die nicht genehmigt wurden oder gegen Auflagen aus der Genehmigung verstoßen werden, liegen Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz vor, die ordnungsrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen (Verhängung von Bußgeldern und Baustopps).

Die Mitarbeiter des Umwelt- und Naturschutzamtes sind unter Tel 9029-14551, -14552 und E-Mail zu erreichen: peter.buechner@charlottenburg-wilmersdorf.de , andreas.bader-greiner@charlottenburg-wilmersdorf.de .

Im Auftrag

Gottschalk