Preisverleihung und Kranzniederlegung zum Gedenken an Mete Ekşi

Pressemitteilung vom 12.11.2010

Jugendstadtrat Reinhard Naumann nimmt teil an der Kranzniederlegung am Samstag, dem 20.11.2010, um 15.00 Uhr an dem Gedenkstein für Mete Ekşi auf dem Adenauerplatz. Veranstalter ist der Mete-Ekşi-Fonds, der um 12.00 Uhr im Wilhelm-Leuschner-Saal des DGB-Hauses an der Keithstraße Ecke Kleistraße, 10787 Berlin zum 19. Mal den Mete-Ekşi-Preis verleiht.
Der Gedenkstein aus rotem Granit enthält folgenden Text:

METE EKSI GEB. 1972 STARB
AM 13. NOVEMBER 1991 AN DEN
SCHWEREN VERLETZUNGEN DIE ER
AN DIESEM ORT BEI EINER
GEWALTÄTIGEN AUSEINANDERSETZUNG
ZWISCHEN BERLINER JUGENDLICHEN
UNTERSCHIEDLICHER HERKUNFT ERLITT
GEGENSEITIGER RESPEKT UND DER WILLE
ZUR GEWALTFREIHEIT HÄTTEN SEIN
LEBEN SCHÜTZEN KÖNNEN

Mete Eksi selbst war gar nicht an der Auseinandersetzung beteiligt, sondern er wollte schlichtend eingreifen. Das wurde ihm zum Verhängnis. 1992 haben die GEW Berlin und der Türkische Elternverein den Mete-Ekşi-Fonds gegründet, um jährlich einen Preis an Kinder und Jugendliche zu vergeben, die sich in besonderem Maße für das friedliche Zusammenleben von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft in Berlin bemüht haben.

Reinhard Naumann:

“Die Erinnerung an Mete Ekşi und die von ihm geübte Zivilcourage ist in diesen Tagen besonders aktuell. Sein Schicksal mahnt uns nicht nur zur Gewaltfreiheit, sondern auch zur Mäßigung in der öffentlichen Diskussion. Unterschiedliche Herkunft darf friedliches Zusammenleben nicht verhindern. Im Gegenteil: Gerade Berlin hat dem Zusammentreffen von Menschen unterschiedlicher Herkunft viel zu verdanken.“Information: Mete-Ekşi-Fonds, Tel 2199930