„Erlesener Kiez“ Texte von Vera Lourié

Pressemitteilung vom 10.09.2010

In der Reihe “Erlesener Kiez” liest Petra Falkenberg am Mittwoch, dem 22.09.2010, um 19.30 Uhr im Belle Etage, Lietzenseeufer 10, 14057 Berlin, aus Texten von Vera Lourié am Klavier begleitet von Sebastian Kommerell.
Der Eintritt ist frei.
Die russisch-jüdische Lyrikerin Vera Lourié (1901-1998) kam 1921 mit ihrer Familie
aus Sankt Petersburg nach Berlin. In den 1920er Jahren hatte sie regen Kontakt zum exilierten russischen Kunstmilieu, das überwiegend im scherzhaft „Charlottengrad“ genannten Berliner Westen ansässig war. Anders als etwa Vladimir Nabokov oder Marina Zwetajewa, reiste sie nicht weiter, sondern blieb bis zu ihrem Tod an der Spree. Vera Lourié wohnte zunächst in der Schloß- und später in der Neuen Kantstraße. In ihren bisher unveröffentlichten Erinnerungen, aufbewahrt im Archiv der Akademie der Künste, schildert sie eindrucksvoll, wie sie die Weimarer Republik, die Nazizeit und das Kriegsende erlebt hat.
Die Lesereihe „Erlesener Kiez“ präsentiert Texte von Autorinnen und Autoren, die im und am Klausenerplatz-Kiez gelebt haben bzw. leben. Im Verlauf dieses Jahres wird es im Quartier zwischen Schloss Charlottenburg und Lietzensee im Monatsrhythmus Lesungen an verschiedenen Orten geben. Die ausgewählten Texte spiegeln die bewegte Geschichte des Quartiers im Lauf der Jahrzehnte wider und möchten die heute hier Lebenden miteinander ins Gespräch bringen. Die Literaturreihe „Erlesener Kiez“ versteht sich als Beitrag zum kulturellen Leben am Klausenerplatz und der näheren Umgebung.
Die Lesereihe „Erlesener Kiez“ wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, das Bezirkliche Bündnis für Wirtschaft und Arbeit beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.
Weitere Informationen bei Andrea Bronstering, E-Mail: a.bronstering@berlin.de .

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